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13.12.2016 108km
Tolhuin – Ushuaia
Nach dem Frühstück um 7Uhr ging es jurz nach 8Uhr los. Ein letztes mal gab Rob den Startschuss mit den Worten OK everybody ready Let’s go!!!
Die heutige Strecke hatte zwei Anstiege und führte entlang von einzelnen Seen.
Das Wetter war wunderbar und auch der Wind war relativ ruhig.
Es war einfach ein schöner Tag und waren glücklich bei der Tour mitgemacht zu haben. Man hat sich mit allen kurz auf dem Rad unterhalten und die letzten Kilometer der Tour verflogen im Flug.
Die letzten 20km sind wir alle zusammen im Konvoi gefahren und wurden im Zentrum herzlichst von der Crew empfangen.
Wir haben dann noch ein wenig am Hafen gefeiert und haben dem Abend im Restaurant ausklingen lassen.
Ich bin insgesamt 98,8% der Tour auf dem Rad gefahren.
Ich hoffe meine Beiträge haben euch gefallen und ihr konntet ein wenig mitreisen.
Ich wünsche allen frohe und gesegnete Weihnachten.
Thomas
12.12.2016 115km
Rio Grande – Tolhuin
Die vorletzte Etappe. Es geht heute mehr Richtung Westen als gestern und bereits am Morgen haben wir relativ starken Wind. Wir starten alle zusammen in einer Gruppe, aber schon nach wenigen Kilometer ist klar, dass es wieder eine Einzelfahrt für mich wird, da sich die Gruppe zerschlagen hat und die Schnellen zu schnell für mich sind und die Langsamen zu langsam. Bis zum Lunchtruck bei Kilometer 57 läuft alles noch recht gut und ich komme mit ca. 17km/h recht gut voran.
Doch nach dem Mittag ging es quasi direkt in den Wind und ich kam sehr schleppend voran und jeder Kilometer wurde ein Kampf. Der Wind blies die letzten 40km mal von links mal von rechts und mal von vorn. Bei Temperaturen um die 4 Grad waren meine Energiereserven recht schnell aufgebraucht und ich merkte wie ich immer kälter wurde. Kurz vor Schluß bei Kilometer 103 überholte mich Rogier und wir fuhren die letzten Kilometer zusammen bis zur berühmten Bäckerei „La Union“ wo die anderen schon bei heißen Getränken und leckeren Gebäck warten.
Die Bäckerei ist bekannt für ihre berühmten Besucher, die auf den Weg ans Ende der Welt einen Stopp hier machten. Man konnte sie auf zahlreichen Photos in der Bäckerei sehen.
Als ich den Zeltplatz gegen 17 Uhr erreichte fing es an leicht zu schneien.
Ein letztes Mal machte Annika heute Abendbrot.
Es gab ein sehr leckeres Buffet. Dank der guten Bike Dreams Essen habe ich es glaube geschaffte trotz 11.000km Rad fahren, das eine oder andere Kilo zu zu legen.
Naja somit habe ich gleich Vorsätze für 2017.
11.12.2016 90km
San Sebastian – Rio Grande
Die letzte Grenzüberquerung mit dem Rad steht heute bevor. Ein letztes Mal händigte Rob die Pässe aus und wies darauf hin, dass erst die Trucks und dann die Radfahrer die Grenze passieren sollen.
Alles lief ohne Komplikationen. Wir bekamen den Ausreisestempel von Chile und den Einreisestempel von Argentinien.
Zuvor haben wir noch zu den letzten Metern Sandstraße der Tour adieu gesagt.
Der Weg nach der Grenze war hauptsächlich Richtung Süd-Osten und somit nicht alt zu schwer zu fahren.
In Rio Grande haben wir in einem Hotel übernachtet. Es war mal wieder Sonntag, was die Restaurantsuche sehr erschwerte. Viele Restaurants haben Sonntags geschlossen bzw. öffnen erst 21Uhr.
10.12.2016 91km
Bushcamp – San Sebastian
Nach einer relativ ruhigen Nacht (wenn der Wind nicht weht hört man die Schnarcher, also richtig ruhig ist es nie) starteten wir gegen 9Uhr Richtung Chile/Argentinien Grenze. Das Highlight des heutigen Tages ist die Besichtigung der King Pinguines. Dies sind die zweitgrößten Pinguine auf der Welt, mit 1m Größe. Wir dürfen bis auf 50m an die Gruppe herangehen und sie hinter einer Holzwand beobachten. Diese Vorsichtsmaßnahme ist nötig, da die Pinguine sehr ängstlich sind und bereits ein anderer Stamm in Argentinien Aufgrund zu vieler Touristen die immer näher herankamen an die Pinguine über wenige Jahre ausgestorben sind.
Die Radstrecke war heute bis auf 30km Richtung süden sehr einfach, da sie komplett Richtung Osten ging und der Wind uns gut voranschob.
Ich bin heute die letzten Kilometer mit Rob gefahren und wir haben dabei die Tour ausgewertet. Somit habe ich auch mal die Sichtweise von der Crew erfahren.
Der Campingplatz liegt direkt an der Grenze und hat eine Bar wo wir die letzten chilenischen Peso ausgaben.
09.12.2016 90km
Die letzten fünf Tage haben begonnen und je näher wir an Ushuaia kommen um so ein merkwürdigeres Gefühl bekomme ich. Das Abenteuer 2016 neigt sich dem Ende. Das im Juli so wahnsinnig weite Ziel ist auf einmal nur noch vier Tage entfernt…
Wir startet heute schon 7:30Uhr, da wir um 8Uhr auf der Fähre sein müssen, die uns über die Magellanstr. nach Feuerland bringt. Die Überfahrt dauerte knapp zwei Stunden und dann starten wir auf Feuerland gegen 11:30Uhr nachdem wir Mittag hatten. Es ging hauptsächlich entlang am Wasser Richtung Osten. Die ersten 50km ging es immer wieder auf und ab und so Richtung konnte man den Rückenwind nicht nutzen. Doch dann die letzten 20km ging es auf einmal flach schnurgerade Richtung Osten und der Wind schob einen bis zu 35km/h ohne einen einzigen Pedaltritt voran. Das war sehr entspannend und ich erreichte das Ziel nach knapp 4h.
Das heutige letzte Bushcamp der Tour liegt direkt am Wasser zwischen zwei Dünen, die vor dem Wind schützen sollen.
08.12.2016
Rest Day
Am heutige freien Tag habe ich mir Purta Arenas angeschaut und bin Nachmittags auf eine Insel gefahren, wo 10.000 Pinguins wohnen. Das war sehr interessant, die kleinen Pinguins zu sehen. Sie sind ca 70cm groß.
Die Tour wird nur einmal täglich angeboten am Nachmittag, da vormittags die Pinguine auf Fischfang sind.
Das Wetter war sehr schön und somit konnten alle den letzten Rest Day der Tour genießen.
Morgen beginnen die letzten 5Tage Rad fahren.
Am Dienstag werden wir dann unser Ziel Ushuaia erreichen.
07.12.2016 100km
Villa Tehuelches – Punta Arenas
Etappe 104 führt uns heute nach Punta Arenas zur Magellanstraße.
Es gab zwei Routen zur Auswahl. Eine 100% Asphalt 100km und die andere halb Asphalt halb Sand und 118km. Ich entschied mich für die einfachere Variante, da gestern der Wind zum Ende immer stärker wurde und ich dies heute vermeiden wollte auf die letzten 30km die wieder Richtung Westen gingen.
Auf den ersten 50km habe ich heute zwei Condors gesehen, was sehr beeindruckend war wenn man ihre Flügelbreite von 2m sieht. Was für ein Vogel.
Ansonsten gab es heute nicht viel zu sehen.
06.12.2016 148km
Puerto Natales – Villa Tehuelches
Den heutigen Tag kann man in zwei Etappen aufteilen.
Die erste Etappe geht bis Kilometer 100. Hier fuhren wir hauptsächlich Richtung Süd-Osten bzw. Richtung Osten. Wir haben immer eine leichte Unterstützung vom Wind bekommen und somit war eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25km/h leicht zu bewältigen.
Nach Kilometer 100 folgte die wesentlich schwerere Etappe Richtung Süd-Westen.
Wir bogen rechts ab und auf einmal spürte man den Wind heftig von rechts vorne. Dazu kam noch dass es anfing zu regnen. Ich war trotz Regenjacke nach 5min durchgefroren und kam nur noch sehr langsam voran.
Doch zum Glück nach einer halben Stunde hörte der Regen auf und „nur“ noch der Wind bereitete ein paar Probleme. Somit kämpfte ich mich Kilometer um Kilometer Richtung Tagesziel. Nach 6,5h habe ich es dann geschafft und wärmte mich mit Suppe und Kaffee auf.
05.12.2016 80km
NP – Puerto Natales
Heute fuhren wir nochmal die halbe Strecke durch den NP bevor wir ihn im Süden verließen und weiter auf der Route 9 nach Puerto Natales radelten. Das Wetter spielte wieder wunderbar mit und auch die unpaved Straßen im NP war gut mit dem Rad zu fahren. Die Mittagspause war nach 60km und danach ging es relativ schnell nach Puerto Natales auf befestigter Straße mit leichten Seitenwind.
04.12.2016 50km
NP-NP
Heute fuhren wir vom Norden des NP in den Süden des NP.
Wir fuhren entlang an wunderschönen Seen und Bergen. Auch die Sicht war heute wesentlich besser und wir hatten wieder fast keinen Wind. Vor zwei Jahren hatten sie auf der Tour den stärksten Wind auf der ganzen Tour.
Wir hatten also wieder einmal Glück.
03.12.2016
Restday NP
Heute wollte ich eigentlich eine Wanderung durch den NP machen, aber am morgen regnete es und die Sicht war sehr schlecht. Erst gegen 15Uhr hörte es auf zu regnen und ich machte eine kleine Wanderung.
02.12.2016 57km
Cerro Castillo – NP Torres del Paine
Die heutige Tour geht in den Nationalpark(NP)Torres del Paine. Er ist eines der meistbesuchtesten Nationalparks in Südamerika. die Straße bis zum NP ist Asphaltiert, somit erreichen wir relativ schnell den Park. Auch der Wind ist relativ lau im Gegensatz zu gestern. Immer wieder ziehen Wolken auf und es ist nur eine Frage der Zeit bis es regnen wird.
Im Eingang vom NP stehen schon viele Busse bereit, die die Wanderer zu den Campingplätzen/Hostels bzw. Hotels bringt. Eine Übernachtung im Hotel kostet 320$ und im 6 Mann Hostelzimmer 80$. In Peru oder Bolivien hätte man für den Preis von 80$ ein ganze Woche im Hotel mit Frühstück verbringen können.
Im NP sind zahlreiche Wanderwege die zu verschieden Sehenswürdigkeiten führen.
01.12.2016 90km
Bushcamp – Cerro Castillo
Nach einer sehr stürmischen Nacht mit ein wenig Regen. Viel geschlafen haben wir alle nicht. Doch zum Glück fuhren wir die ersten 30km auf der gleichen steinigen Straßen und somit wurde ich gut wachgerüttelt. Auch der Wind war von Anfang an voll dabei. Die ersten 75km gingen stets Richtung Süden, somit kam der Wind immer von der Seite und man mußte gut aufpassen nicht von der Straße gefegt zu werden. Doch das war alles harmlos gegenüber was nach den 75 km kam. Ich verließ die RN40(wir fuhren heute übrigens zum letzten Mal auf ihr) und bog rechts ab in eine weitere Sandstraße die zur chilenischen Grenze führte. Dies hieß es ging Richtung Westen. Der Wind war wirklich verdammt stark. Als ich einen Berg hochfahren mußte und fast zum Stillstand kam, war der Wind so stark dass er mich den Berg wieder runtergedrückt hat. Ich mußte bremsen un nicht weiter Rückwarts zu fahren. Ich warte bis der Wind ein wenig nachließ und fuhr dann weiter. Ich habe mir zuerst den Ausreisestempel im argentinischen Zoll geholt und mußte dann 8km weiter auf der Sandstraße fahren um vom chilenischen Zoll den Einreisestempel zu bekommen. Für die 8km habe ich eine gute Stunde gebraucht, da der Wind immer stärker wurde.
In Chile angekommen, war dann auch gleich der heutige Campingplatz. Ich vermute es wird eine weitere sehr stürmische Nacht werden.
30.11.2016 130km
El Calafate – Bushcamp
Heute ging es weiter. Die letzten 12 Etappen stehen an, bis nach Ushuaia.
Es ging erstmal raus aus El Calafate und in Richtung Osten. Die ersten 30km waren diesselben, die wir vorgestern gefahren sind nur in andere Richtung.
Da wie gewohnt der Wind vom Westen kam und wir die ersten 40km Richtung Osten ging, rollte es erstmal recht leicht.
Nach den 40 km ging es dann in Richtung Süden und der einzige Berg für heute startete. Es ging knapp 20km bergauf auf 910m.
Nach 3,5 Stunden habe ich den Berg geschafft und hatte meine Mittagspause.
Nach 93km sind wir dann rechts auf eine unasphaltierte Straße gefahren um unser Bushcamp zu erreichen.
Für 37km hieß es dann auf sehr steiniger Straße zu fahren.
Es war an einigen Stelln sehr schwer voran zu kommen und somit war ich froh kurz vor halb fünf es geschafft zu haben.
29.11.2016
Restday El Calafate
Nach 9 Tagen Radfahren habe ich heute mal nix gemacht, außer einen kleinen Stadtbummel und die übliche Fahrradpflege. Die meisten von der Gruppe sind zum Gletscher gefahren, aber ich wollte einfach mal ausschlafen und hatte auch keine große Lust auf Touristenandrang.
28.11.2016 108km
La Leona – El Calafate
Der letzte Tag von 9 Radtagen steht an und der Wind könnte ein Problem werden. Die ersten 70km gehen Richtung Süd Süd Westen. Ich versuche es mal wieder alleine und habe auf den Abschnitt schon ordentlich zu kämpfen.
Immer wieder wird der Wind ein wenig stärker, und man muss permanent konzentriert sein, denn einmal nicht aufgepaßt, weht dich der Wind von der Straße.
Nach 4h erreiche ich den Lunchtruck und bin schon ziemlich am Ende mit meinen Kräften. Doch der eigentliche schwere Part kommt erst noch. Es stehen 35km Richtung Westen an und das bei mittlerweile sehr starken Wind.
Ich entschließe mich in einer Gruppe zu fahren.
Wir fahren mit 12 km/h Richtung El Calafate. Gegen 17 Uhr haben wir es dann endlich geschafft. Zuvor hatte ich leider noch einen Platten. Somit werde ich morgen den Reifen wechseln und mit Schwalbe Reifen bis zum Schluß fahren. Hätte nie gedacht das Continentalreifen so pannenunsicher (3Platten in 7Tagen) sind.
El Calafate macht auf mich den selben Eindruck wie Bariloche. Es ist ein sehr beliebter Ort für Touristen und somit reiht sich Bar, an Geschäft und Kunsthandwerk.
27.11.2016 57km
Estancia Tres Lagos – La Leona
Am morgen als ich gegen sechs Uhr aufwachte war es ruhig. Kein Wind zu hören.
Dann gegen 8Uhr beim Frühstück bereits ein leichter Wind zu spüren.
Nach dem Frühstück stand fest, wir werden heute Wind haben und zwar hauptsächlich von vorn oder von der Seite.
Ich wollte erst in der Gruppe fahren, aber schon nach den ersten Kilometern merkte ich, dass es wenig bringt für mich und ich ließ die Gruppe ziehen. Ich konnte bis zum Mittag bei Kilometer 34 einen konstanten Schnitt von 15 km/h fahren. Das war mal wieder nicht gerade schnell, aber bei einer Tagesaufgabe von 57km muss man sich auch keine Sorgen machen, dass man das Ziel vor Einbruch der Dunkelheit nicht erreicht. Die sonne geht hier übrigens nicht vor 21Uhr unter.
Die Landschaft war heute etwas attraktiver als die letzten Tage, da wir einem weiteren großen Gletschersee passierten und die chilenischen Anden in weiter Ferne Schneebedeckt sind.
26.11.2016 93km
Estancia La Siberia – Estancia Tres Lagos
Die Nacht über regnete es immer wieder mal ein wenig. Am Morgen war es noch leicht bewölket und wir starteten mit ungewissen Gefühl was das Wetter angeht.
Die ersten 50km waren noch unbefestigte Straße und da es den letzten Tag geregnet hat, war es eine ziemlich schlammige Angelegenheit. Nach den 50km habe ich erstmal das Rad von gefühlten 10kg Schlamm befreit und es rollte danach gleich wesentlich besser auf der asphaltierten Straße. Auch heute hatten wir wieder mal Glück mit dem Wind und die Sonne kam auch am Nachmittag raus.
Gegen 14Uhr erreichte ich das heutige Ziel.
25.11.2016 67km
Estancia La Angostura – Estancia La Siberia
Etappe 94 ist relativ kurz, wenn man es mit den vorhergehenden Etappen vergleicht.
Dies liegt daran, dass in den vergangenen Touren auf dieser Etappe sehr starker Wind war.
Wir hatten aber ein weiteres mal Glück. Es stürmte die halbe Nacht und plötzlich aus dem nichts stoppte der Wind und verhielt sich auch relativ ruhig bis wir unser Tagesziel erreicht hatten.
Die Landschaft war ein weiteres mal recht eintönig, bis auf einen schönen großen See kurz vor dem Ziel.
24.11.2016 83km
Las Horquetas – Estancia la Angostura
Um die Pampa etwas attraktiver zu machen, hat sich die Organisation ein Paarzeitfahren ausgedacht. Wir fahren 48km auf asphaltierter Straße Richtung Osten. Ich fahre mit Jan aus Belgien.
Der Wind kommt tatsächlich wieder vom Westen, somit läuft alles nach Plan.
Wir starten als drittes Team und geben gleich richtig Gas. Nach nicht einmal 5km haben wir die beiden Teams vor uns überholt. Mit konstant über 40km/h fliegen wir über die Straße. Nach 30km geht es auch noch ein wenig bergab und wir erhöhen das Tempo.
Nach 1:03h erreichen wir das Ziel. Danach kommen auch die anderen Teams kurze Zeit später ins Ziel.
Jan erhoffte sich vor dem Start ein dritten Platz. Diesen haben wir mit nur 7 Sekunden Vorsprung auch geschafft.
Der zweite Teil ging über 33km auf unbefestigter Straße und Seitenwind deutlich langsamer voran.
Nichts desto trotz waren alle gegen 14Uhr im Camp und wir hatten quasi einen halben Rest Day.
Am Abend stellte ich noch fest, dass ich erneut einen Platten habe. Der zweite nach drei Tagen. Die Mäntel fahren sich gut auf den unbefestigten Straßen, der Pannenschutz läßt aber sehr zu wünschen übrig.
23.11.2016 109km
Bajo Caracoles – Las Horquetas
Ein weiterer Tag in der Pampa und auf asphaltierter Straße. Der Wind meinte es am morgen gut mit uns und kam zur Abwechslung mal vom Süd-Osten. Somit konnten alle recht flott bis zum Lunchtruck radeln.
Alle waren gut gelaunt und machten etwas länger Pause als normal, da es erst 12Uhr war und lediglich 58km zu absolvieren waren.
Doch nach dem Mittag und weiteren 15km hatte ich auf einmal den Wind frontal von vorn und die letzten 43km waren harte Arbeit, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12km/h.
Total erschöpft war ich gegen 17Uhr am Ziel und entschloß nicht im Sturm zu zelten, sondern im warmen Hotelzimmer.
22.11.2016 130km
Perito Moreno – Bajo Caracoles
Nach dem anstrengenden gestrigen Tag, geht es heute ausschließlich auf befestigter Straße Richtung Süden. Es rollte sehr gut, bis ich nach 20km ein Platten hatte und erstmal den Schlauch wechseln durfte. Dies ist der vieete Platten auf der ganzen Tour bis jetzt. Ich fahre seit Bariloche allerdings mit einen Continental RaceKing Mantel.
Die Schwalbe Mäntel waren immer sehr
zuverläßig und hatten einen guten Pannenschutz.
Die Continental fahre ich jetzt, da sie für die unbefestigten Straßen besser geeignet sind.
Nach dem Schlauchwechsel ging es weiter durch die Pampa.
Die Landschaft war sehr eintönig. Man fühlte sich zurückversetzt ins Altiplano von Bolivien, da die Steppenlandschaft dominierte.
21.11.2016 111km
Puerto Ibanez – Perito Moreno
Ein Tag den jeden Asphaltfan kalt den Rücken runter läuft.
Von den 111km sind gerade mal 6km Asphaltiert, der Rest ist, wie Rob es gesagt hat pretty Shit.
Und das hat was zu heißen, denn Rob normalerweise immer ein Freund von Sandstraßen sowas erwähnt.
Es ging los mit dem Austritt vom Chile bei Kilometer 2. Danach fuhr man 25km entlang des Sees bis zur argentinischen Grenze um sich den Eintrittsstempel zu holen. Auf der kurzen Strecke hatten wir bereits 700 Höhenmeter bezwungen. Das gute war die Anstiege, die manchmal über 10% waren, sind mit Pflastersteinen ausgelegt.
Nachdem wir offiziell in Argentinien war, konnte jeder spüren, was pretty Shit Roads sind nach Rob’s Geschmack. Es waren weitere 700 Höhenmeter bis zum Mittag zu bezwingen und die hatten es in sich. Es ging von sandig über steinig bis felsbrockenartig. Ich habe es verflucht und war der Verzweiflung nahe. Die Krönung war als ich mit dem Vorderrad über ein größeren Stein gesprungen bin und das Hinterrad den Stein berührte, sprang das Hinterrad nach vorn und zwang mich vom Rad. Es muß bei einer Geschwindigkeit um 3 km/h passiert sein, da ich mit den linken Fuß über den Lenker gestiegen bin und nach der ganzen Aktion am Straßenrand stand und nicht lag.
Zum Mittag haben wir alle geflucht und gehofft die nächsten 62km werden nicht ganz so schlimm, da stetig 0,5% berg ab.
Aber dem war nicht so. Die nächsten 25km waren schlechter was die Straße angeht. Danach ging es etwas besser.
Nach über 8 Stunden über Stein und was auch immer, habe ich diese Etappe geschafft.
Es gibt Tage da fragt man sich was das alles soll. Heute war einer davon.
20.11.2016 118km
Coyhaique – Puerto Ibanez
Nach dem Restday sollte es gleich richtig in die nächste Etappe gehen. Uns stehen 9 Tage Rad fahren ohne Pause bevor. Der Grund ist, dass zwisch Coyhaique und El Calafate nichts ist außer Landschaft und kleinen Orten von max 20 Häusern.
Heute sollten gleich mal 1890 Höhenmeter bezwungen werden. Dies auf drei Anstiegen verteilt.
Das Wetter war wunderbar sonnig und somit lief es auch recht gut.
Ebenfalls war es auch nicht mehr so wellig, somit habe ich auch einen Rhythmus gefunden und nach 6,5h war ich in Puerto Ibanez. Puerto Ibanez liegt an ein schönen Gletschersee.
Morgen werden wir schon wieder Chile verlassen und für 11 Tage in Argentinien verweilen.
19.11.2016
Restday Coyhaique
Heute habe ich bis auf Radpflege, Stadtbesichtigung und essen nichts gemacht.
18.11.2016 125km
Bushcamp – Coyhaique
Nachdem ich die Nacht nicht alt zu gut geschlafen habe, wollte ich heute einfach nur ankommen, duschen und den morgigen freien Tag entspannen.
Wir starten gegen 8 Uhr und es standen zwei Strecken zur Auswahl. Die eine war 100% auf Asphalt und 16km länger als die andere die über 40km Schotterpiste hatte. Normalerweise würde ich mich für die Schotterpiste entscheiden, aber heute wollte ich doch nur Asphalt fahren und die extra Kilometer waren mir egal.
Es ging erstmal gemeinsam 60km Richtung süden. Am Abzweig wo sich die beiden Routen trennten hatten wir unsere Mittagspause.
Dann fuhr ich ca 25km Richtung Westen und hat natürlich ein paar Probleme zwecks des Windes.
Doch danach ging es in Richtung Süd-Osten weiter und in Windeseile erreichte ich den letzten Anstieg des Tages. Er hatte es in sich. Es waren zwar nur 5km bis zum Gipfel, aber einige Anstiege waren bis zu 10% steil und nach 7 Tagen auf dem Rad fällt es den Beinen sehr schwer.
Doch nach 6,5km habe ich den Campingplatz erreicht.
Leider liegt er auch diesmal außerhalb vom Stadtzentrum.
17.11.2016 88km
Glaciar Collante – Bushcamp
Die heutige Tour hatte mal weniger als 100km, aber war trotzdem nicht zu unterschätzen, da sie auch 1200 Höhenmeter. Nichts desto trotz habe ich die heutige Strecke in 4,5h absolviert.
16.11.2016 109km
Villa Vanguardia – Glaciar Collante
Nachdem es die Nacht nur noch leicht geregnet hat, war es morgens dann trocken. Wir starten also alle gegen neun Uhr und hoffen, dass das Wetter hält und wir heute trocken bleiben.
Und wir hatten Glück, es regnete den ganzen Tag nicht.
Es war gleich viel wärmer, ohne nasse Sachen. In Chile scheint es permanent bergauf und bergab zu gehen. Wir sind heute den ganzen Tag zwischen 50-120m Höhe gefahren und haben am Ende des Tages trotzdem 1250 Höhenmeter absolviert.
Kurz vorm Ziel bei Kilometer 89 mußten wir eine längere Pause machen, da die Straßenarbeiter Sprengungen machten und wir nicht passieren durften.
Hoffen wir mal das die nächsten Tage das Wetter so bleibt.
15.11.2016 107km
Futaleufú – Villa Vanguardia
Die ganze Nacht hat es weiter geregnet und 10 Leute haben entschloßen eine weitere Nacht im Hostel zu bleiben und zum nächsten Campingplatz mit dem Bus zu fahren. Somit lassen sie Villa Vanguardia aus und haben zwei freie Radeltage.
Ich bin ziemlich spät als letzter losgefahren, da ich hoffte das es doch aufhört zu regnen.
Aber dem war nicht so und somit startete ich im strömenden Regen. Von der Landschaft habe ich nicht viel gesehen, da ich zum einen mich auf die unbefestigte Straße konzentrieren mußte und zum anderen mir kalt und naß war.
Ich wollte einfach nur schnell den Tag abhaken. Als es dann am Lunchtruck noch stärker anfing zu regnen entschied ich mich die zweite Strecke im Truck mit zu fahren.
Kurz nach dem wir starteten, kam die Sonne raus und ich bereute eingestiegen zu sein. Doch egal es war schön warm und ich hatte ein kurzen Powernap, bevor der Truck wieder anhielt und Jos mit aufsteigen wollte. Die restliche Gruppe war ein wenig entsetzt, dass ich im Truck war und überredete mich wieder aufs Rad zu steigen. Nach nur 5 Minuten auf dem Rad fing es wieder an mit regnen und somit mußten wir die letzten 30 Kilometer wieder im Regen fahren.
Ich hatte wirklich genug nach den zwei Tagen und wünschte wir hätten morgen schon einen Ruhetag.
Zur Überraschung konnten wir in Häusern schlafen die von Arbeitern bewohnt werden in der Hauptsaison.
Somit mußten wir nicht im Regen zelten und alles war etwas mehr erträglich.
14.11.2016 120km
NP – Futaleufú
Der heutige Tag startete mit Regen. Das Zelt hat zum Glück trocken gehalten, war aber total durchnäßt von außen. Ich bin mit den noch feuchten Sachen vom Vortag gefahren und habe die ganze Zeit nur gefroren. Ich wünschte die Sonne käme raus und würde ein wenig Wärme spenden, aber dies blieb heute den ganzen Tag aus. Gegen vier Uhr erreichte ich die Grenze und ich hatte Glück und war in 30min in Chile.
Der erste Truck mußte vier Stunden warten, da die chilenischen Grenzer streiken und die Grenze nur von 16-16:30Uhr öffnete.
Nach der Grenze waren es nur noch 10km bis zum Hostel, wo ich eine heiße Dusche hatte.
Zum Abendbrot gab es für mich Pommes mit einen großen Rindersteak. Es war gut, aber bei weiten nich so gut wie das in Barelosche.
13.11.2016 118km
El Bolson -NP
El Bolson ist eine kleine Hippiehochburg in Patagonien. Es ist der erste Ort der auch verschiedene IPA’s verkauft auf unserer bisherigen Tour. Somit kam man mal wieder nicht herum gestern Abend verschiedene Biere zu kosten.
Doch nun zu der heutigen Etappe. Wir starteten gegen 9Uhr und es deutet sich bereits Regen an. Die erste Stunde war noch Ok doch dann fing es an zu regnen. Immer mal wieder für 10min. Dann kam die Sonne mal raus für ganz kurze Zeit. Dieses Wechselspiel spielte sich bis zum Lunch ab. Als ich nach dem Lunch startete wurde es dann immer mehr mit den Regen. Ich zog also die Regenhose auch noch an und es sollte nicht aufhören zu regnen bis zum Ziel der heutigen da. Da die letzten 45km auch noch unpaved war sah ich im Ziel nicht nur total durchnäßt aus sondern auch noch sehr schmutzig aus. Aber egal, nach einer heißen dusche, war alles wieder gut und hoffentlich trocknen die Sache bis morgen ein wenig.
Das heutige Camping ist mal wieder sehr schön gelegen mit einer Bar, die auch besondere IPA Sorten verkaufen.
Ein sehr schöne Ort. Leider ziehen wir morgen schon weiter.
Unser morgiges Ziel wird bereits in Chile liegen.
12.11.2016 123km
Bariloche – El Balson
In Bariloche haben drei Leute die Tour verlassen und vier Leute sind dazu gekommen, die auch bis zum Schluß bleiben werden.
Auf dem heutigen Programm steht eine relative leichte Strecke. Es ging die ganze Zeit auf der RN 40 auf geteerter Straße. Wir absolvierten 1259m Höhenmeter. Landschaft war es leider nicht mehr ganz so schön, da wir keine Seen mehr passiert haben, aber hauptsächlich durch den Wald geraddelt sind.
10.11.2016 96km
Villa Traful – Bariloche
Nach einer recht windigen Nacht ging es heute nach Bariloche. Die ersten 40km fuhren wir entlang von weiteren Seen. Es ging immer wieder auf und ab und vorbei an vielen Campingplätzen.
Der Lake District von Argentinien ist wie ich finde ein sehr schönes Erholungsgebiet.
Nachdem wir die ersten 40km geschafft haben ging es dann wieder auf befestigter Straße direkt Richtung Bariloche.
Der zweite Teil war sehr windig und ich brachte gute 4h für diesen Teil.
Bariloche liegt an einem riesigen See und ist eine Art Touristenhochburg.
Vieles errinnert an die Schweiz.09.11.2016 50km
Lago Traful – Villa Traful
Nach einer wunderbaren Nacht am See ging es heute halb zehn weiter durch die Seenlandschaft. Zuerst fuhren wir 30km auf der Hauptstraße bevor wir abbogen und auf Waldwegen entlang des Sees Traful fuhren. Es ging immer leicht bergauf und -ab.
Eine sehr schöne ruhige kurze Etappe.
Unser heutiger Zeltplatz ist ebenfalls am Lago Traful, wieder auf Rasen mit Blick auf den See.08.11.2016 102km
Jardin de los Andes – Lago Traful
Der heutige Tag sollte laut Rob etwas entspannter werden als die letzten drei.
Wir fuhren erstmal 40km auf der RN40, bevor wir San Martin de los Andes erreichten, wo wir den ersten Großen See erreichten. Es war, als wär man am Gardersee. Alles sehr gepflegt. Der Ort bot reichlich Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten für die Touristen. Es ist im Winter ein Skigebiet und im Sommer ein Wander und Segelgebiet.
Nachdem wir den Ort verlassen haben ging es die Berge auf und ab und immer wieder sahen wir wunderschöne große Seen.
Auch sehr angenehm war, dass wir durch einen Wald fuhren. Somit hatten wir heute fast gar keinen Wind, was eine schöne Abwechslung war zu den anderen windigen Tagen.
Der heutige Campingplatz liegt direkt an einem See, 2km entfernt von der Hauptstraße. Man hört nur die Vögel und den Wind. Wunderbar…07.11.2016 120km
Alumin – Jardin de los Andes
Der dritte Tag infolge der wohl recht anspruchsvoll ist.
Erstmal ging es 20km auf asphaltierter Straße Richtung Süden. Dann über querten wir einen Fluß und der 80km lange Sand/Steinweg begann. Die ersten 40km waren sehr gut zu fahren und man kam gut mit einen 20km/h Schnitt voran, was für unbefestigte Straße und mein Rad sehr gut ist.
Nach 62km war dann erstmal Mittag.
Nach der Pause ging es dann gleich erstmal 800m bergauf für 10km. Die Straße war immernoch recht gut, somit war such dieser Teil gut zu bewältigen. Am Gipfel angekommen machte ich erstmal eine Pause und aß eine Kleinigkeit.
Danach führte die Straße etwas bergab und ich kam mit Relativ wenig Kraftaufwand gut voran.
Kurz vor Kilometer 20 wechselte dann die Oberfläche wieder zu Asphalt und ich konnte einen 20iger Schnitt fahren.
Zum Abendbrot gab es heute einen Obama Bürger. Diesen Bürger ißt Obama wohl sehr gerne in einem Restaurant in Chicago.
Das besondere ist, dass er mit Blauschimmelkäse belegt ist und zwei verschiedenen Soßen.
Ich fand ihn sehr lecker.6.11.2016 130km
Las Lajas – Aluminé
Der Wecker klingelte heute schon 5Uhr, da ein weiter schwere Tag anstand.
Die Begründung waren die ersten 52km Richtung Westen in einem Tal wo der Wind am morgen immer stärker wird. Dazu kam noch ein Anstieg von 1300m auf den ersten 50km. Kein Wunder, dass sich fast die hälfte entschied in den Truck zu steigen und zumindest die erste Hälfte nicht zu radeln.
Es kam aber zum Glück nicht ganz so schlimm. Es war nur an einigen Stellen ein starker Gegenwind, der Rest war erträglich, aber trotzdem mühsam.
Nach knapp 4h habe ich die 52km zum Mittagessen geschafft und somit nur noch 10km auf ungepflasterter Straße bis zum Gipfel des heutigen Tages.
Leider hatte ich bei Kilometer 68km einen Platten und mußte ein wenig improvisieren, da an der Seite der Mantel gerissen war. Aber dank Jan’s hilfe habe ich es hinbekommen un konnte die restlichen 60km weiter fahren.
Die Kulisse war heute wieder einmal sehr beeindruckend. Wir starten in einer absolut Waldlosen Gegend und kamen plötzlich in eine Gegend wo riesige Monkeytrees (Aurakarie-Bäume). Auch wurde es plötzlich viel grüner und man sah immer mehr Vögel(neben den auf den Rädern). Es ist sehr beeindruckend wie schnell sich die Natur verändern kann. Zum Schluß fühlte ich mich ein wenig wie im Alpenvorland.05.11.2016 160km
Chos Malal – Las Lajas
Nach einem Erholungstag und immernoch den einen oder anderen Wehwehchen ging es in die zweite Etappe von Stage 7. Uns erwartet in den ersten drei Tagen nicht weniger als 400km und jede Menge kletterarbeit. Meine Motivation am Morgen nach Rob’s Ansprache war nicht gerade gut. 161km mit den letzten 30km sehr starken Frontwind.
Aber egal erstmal anfangen, dann sehe ich weiter. Die ersten 20km laufen sehr gut. Raus aus Chos Malal ging es erstmal bergab bevor der erste Anstieg kam, mit Gipfel bei Kilometer 30. Danach kurzer schnell bergab part und dann wieder rauf auf 1600m. Zum Glück noch mit relativ milden Wind da Richtung Süden. Bei Kilometer 72 (am Gipfel 2)dann Mittagspause. Es sind bereits gute 3,5h vergangen. Nach dem Mittag erwartete mich ein 40km Abfahrt die durch leichte Hügel unterbrochen wurde. Dann ging es noch ein wenig bergauf bergab Richtung Süden bevor wir rechts abbogen und der Wind uns in voller Kraft begrüßte. Ich radelte mit Gescheindigkeiten von 8-12km/h und es war kein Ende in Sicht. Dann bei Kilometer 130 habe ich auch den letzten Tropfen Wasser getrunken und hoffte einfach nur, dass mich endlich der Truck überholt und mir Nachschub geben konnte. Aber dies dauerte noch weitere 10km. In der Zwischenzeit fand ich noch Bart auf der Straße sitzen, wartend ebenfalls auf dem Truck, da er auch nichts mehr zu trinken hatte. Zum Glück gab uns John etwas Wasser ab und wir sind zu dritt weitergeradelt bis der Truck kam. Als der Truck kam entschloß Bart noch auf die Dreiergruppe zu warten, da es einfacher sei zu fünft gegen den Wind zu fahren als zu zweit. Nach einer 30min Pause konnte es dann weiter gehen. Die Dreiergruppe war schon sehr erschöpft und wir kämpften um jeden Kilometer. Kurz vor dem Ziel, ca 3km wird einen in der Gruppe schwarz vor Augen und wir machen eine weitere Pause. Doch dann können wir doch weiter fahren und erreichen das Ziel nach 7,5h Fahrzeit.
Leider kam einer in der Gruppe erst nach 13h an, total erschöpft und total bleich. Er war so fertig dass er sich immer wieder übergab. Ich glaube den Punkt werde ich hoffentlich nie erreichen, da ich weiß wo meine Grenzen sind und vorher aufhören werde Fahrrad zu fahren und auf den Truck warte.04.11.2016 Restday
Den heutigen Tag ruhte ich mich einfach nur aus und machte einen Spaziergang durch die kleine Stadt.
Nichts besonderes also zu berichten.03.11.2016 91km
Barrancas – Chos Malal
Heute konnte man mal wieder befestigter und unbefestigter Fahrbahn wählen. Die befestigte war gut 40km länger und hatte eine 40km Strecke Richtung Westen(also eventuell starker Gegenwind).
Ich entschied mich für die unbefestigte, da sie entlang des Vulkans führte und mehr Natur zu bieten hatte.
Die ersten 40km gingen recht steil berg auf. Ich hatte schwer zu kämpfen und fuhr meist nicht schneller als 8km/h.
nach über 4h erreichte ich den höchsten Punkt der heutigen Strecke, wo auch der Lunchtruck auf uns wartete. Am Gipfel und auch schon einige Kilometer zuvor, spürten wir den starken Westwind.
Ich überlegte ersthaft zum Mittag in den Truck zu steigen und somit entspannt in den Rest day zu starten.
Aber ich wollte nicht gleich den ersten Tag in Patagonien den Wind nachgeben, also kletterte ich wieder aus dem Truck und schwang mich aufs Rad und los gings. Es sollte ja ab jetzt nur noch berg ab gehen.
Die ersten 20km ging es gegen den Wind berg ab und Geschwindigkeiten über 12km/h waren auch berg ab nicht drin. Als ich noch 36km zu fahren hatte und der Lunchtruck mich überholte, dachte ich wieder jetzt springst du auf den Truck. Doch der Fahrer hupte nur kurz und Ype zeigte mit dem Daumen nach oben und schon waren sie weg.
Also trete ich einfach weiter und irgendwann bog ich links ab und der Wind ließ nach bzw. kam von der Seite und es rollte wesentlich besser den Berg herunter.
Somit erreichte ich nach 7,5 unser heutiges Tagesziel Chos Malal.
Die andere Gruppe, die sich für die befestigte Variante entschieden haben, war es ebenfalls ein sehr harter Tag, da sie über weiter Strecken mit Gegenwind zu kämpfen hatten. Der letzte fahrer aus der Gruppe kam 20:30Uhr an.
There are no easy days on the andes trail…02.11.2016 101km
Bushcamp Billon – Barrancas
Am Morgen war der Wind zum Glück wesentlich geringer als am Abend und somit konnte wir relativ entspannt starten.
Nach knapp 10km fahrt hörte die befestigte Straße auf und es folgten 50km über holprige Straße. Doch wieder einmal entschädigte die herrliche Landschaft für die Anstrengungen auf dem Rad. Ich brauchte gute 4h für die ersten 60km. Danach gab es erstmal eine längere Pause am Lunch Truck bevor es weiter auf befestigter Straße ging.
Doch auch dieser Abschnitt sollte nicht leicht zu bewältigen sein, da nun der Wind wieder aufkam. Irgendwie schaffte ich es wieder einmal bis zum Schluß.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14km/h wurden die 101km mit 1200Höhenmetern absolviert.01.11.2016 115km
Malargüe – Bushcamp Billon
Obwohl wir noch nicht in Patagonia sind hatten wir heute eine richtig stürmische Nacht. Die Geräusche waren so laut, dass ich nur mir Ohrstöpsel schlafen konnte für ein paar Stunden.
Leider ließ der Wind auch nicht am Morgen nach und es wurde eine schwere Fahrt für die ersten 60km. Auf dem Plan stand ein Anstieg von 30km ca.1200m und dann eine Abfahrt von 20km von ebenfalls 1200m.
In die Kalkulation berücksichtigt muss aber noch der erwähnte Wind. So ging es mit 5-8km/h Berg auf. Total fertig und glücklich den Gipfel erreicht zu haben ging es wieder runter. Doch der Wind machte es unmöglich einfach runter zu rollen. Somit mußte man treten um auf eine Geschwindigkeit von 15km/h zu kommen Berg ab wohl gemerkt. Es war einfach unglaublich und ich überlegte vielleicht doch in den Truck zu steigen für die zweite Hälfte.
Doch dann sagte ich mir nach einer ordentlichen Stärkung, radel erstmal los und wenn der Truck 20km vor dem Ziel dich einholt fährst du mit.
Dies hat er nicht gemacht somit habe ich auch die restlichen 55km auf dem Rad zurück gelegt.
Total erschöpft zwar aber mal wieder zufrieden es geschafft zu haben. Ja wie sagt Rob immer wieder They are no easy days on the Andes Trail.
Nach dem Abendbrot habe ich mich gleich ins Zelt verkrümmelt und geschlafen, hoffend dass der Wind über Nacht nachläßt.

31.10.2016 128km
RT40 – Malargüe
Bei der gestrigen Ankündigung wurden wir darauf hingewiesen, dass wir 80km Richtung Westen fahren müssen und es sehr sehr windig werden kann.
Also starteten wir gegen acht Uhr. Erstmal wieder Waschbrett, was sehr bescheiden ist, nachdem meine Frontfederung komplett versagt und starr ist und die Reifenbreite auf der ich fahre 35mm ist. Ich habe es trotzdem als vorvor letzter geschafft und habe danach ein Sprint sonders gleichen hingelegt. Es waren noch 45km bis zum Lunchtruck zu fahren und der Wind kam zum Glück nicht von Westen sondern vom Nord-Nord-Ost. Also schob er sogar ein wenig. Ich also voll in die Pedalen getreten und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36km/h die Strecke bis zum Lunchtruck absolviert. Dies habe ich gemacht, weil ich sorgen hatte, dass der Wind vielleicht doch dreht und von vorne kommt. Doch bis zur Pause hatte ich Glück.
Nach der Pause waren noch 15km in Richtung Westen zu absolvieren und der Wind hat leider gedreht und ich brauchte für die 15km eine gute Stunde. Danach war rs auf den letzten 45km ein Wechselbad der Hefühle. Mal kam der Wind von vorne(10-15km/h) mal von der Seite (20-25km/h), mal von hinten(30-43km/h).
Nach knapp 5 Stunden habe ich es geschafft und war im nachhinein froh über meine Zeit und glücklich, das wir doch im großen und ganzen Glück hatten „heute“ mit dem Wind.
36 weitere spannende Etappen warten noch auf uns.
Halleluja…
30.10.2016 117km
San Carlos – RT40 Bushcamp
Heute ging es erst um 9Uhr los, da nicht viel zu tun ist auf dem Bushcamp und 117km nicht alt zu viel Kilometer sind.
Die ersten 60km bis zum Lunchtruck waren dann auch noch Ok. Allerdings fing es kurz vorm Lunchtruck an zu regnen.
Den größten Teil des Regens haben Wir uns beim Mittag untergestellt, allerdings mußten wir dann bei leichten Regen doch weiter fahren. Zu aller Freude kam dann auch noch Hagel dazu und die Strecke war nach dem Mittag Sandpiste.
Doch nach einer guten Stunde war das schlechte Wetter vorbei und man wurde auch fast wieder trocken.
Allerdings wurde die Straße sehr schlecht. Es war entweder eine Art Waschbrett oder tiefer Sand. Ich hoffe das wird nicht der Standard für die letzten gut sechs Wochen. Spektakulär war noch ein riesiger Staudamm den wir überquert haben. Ich würde ja sagen, dass einer der letzten James Bond Filme hier gedreht wurde(die ersten 10minuten, wo er den Staudamm runterrutscht).
29.10.2016 144km
Mendoza – San Carlos
Kurz nach acht Uhr morgens ging es wieder aufs Rad Richtung Süden.
Nachdem wir aus Mendoza raus waren und der Verkehr sich lichtet konnten wir die wunderschöne Landschaft genießen.
Wir fuhren den ganzen Tag entlang Weinfelder und Obstplantagen.
Der berühmte Malbec kommt aus dieser Region.
Es war ein Tag der das Radfahren sehr einfach machte und man wünscht sich mehr von diesen Tagen.
der Campingplatz auf dem wir campierten heißt Rosengarten und war der erste mit Rasenplatz und Pool mit Wasser drin.
27.10.2016-28.10.2016
Restday in Mendoza
Die zwei freien Tage habe ich mal wieder zur Entspannung, Fahrradpflege und Stadtbesichtigung genutzt.
Den ersten von den zwei Tagen habe ich auf dem Campingplatz verbracht um mich zu erholen.
Die sechs Tage am Stück Fahrrad fahren sind sehr effektiv was das zurücklegen von Kilometern angeht, ist aber auf der anderen Seite auch recht anstrengend.
Den zweiten Tag bin ich dann in die Stadt gefahren und habe mir den Bereich nahe Plaza Indepencia angeschaut. Es wirkte auf mich sehr modern und ordentlich.
Sehr schön sind die vielen Plazas und Parks, die zum verweilen einladen.
25.10.2016 110km
Barreal-Uspallata
Heute ging es eine Stunde später los als die anderen Tage, da wir „lediglich“ 110km zu fahren habe und 800 Höhenmeter überwinden müssen.
Die ersten 50km fuhren wir auf super Asphalt und ich kam seit langem mal wieder richtig flott voran.
Doch nach 50km war Schluß mit Asphalt und es ging auf sandiges Terrain. Da war es dann auch für mich vorbei mit der schnellen fahrt und ich konnte mich auf Geschwindigkeiten zwischen 15-20 km/h einstellen. Der Lunchtruck wartete bei Kilometer 55 auf uns. So richtig genießen konnte ich das Mittagessen nicht, da ich wußte das noch über 30km auf der waschbrettartigen Piste auf mich warten. Also machte ich nur eine kurze Pause und fuhr dann weiter.
Gegen 14 Uhr habe ich es dann endlich geschafft und rollte die letzten 25km auf Asphalt.
Doch hier kam dann die nächste Überraschung – der liebe Wind. Doch egal irgendwie habe ich es doch in einer Stunde geschafft.
24.10.2016 128km
Tocota – Barreal
Nachdem wir gestern den ganzen Tag bergauf gefahren sind ging es heute die ersten 70km bergab. Davon waren 48km auf der sandigen Strecke und der Rest auf gepflasterter.
Ich kam am Anfang nicht so richtig in Fahrt und fuhr die ersten zwei Stunden eher hinterher.
Ich merkte den ganzen Tag den gestrigen Tag in den Beinen. Die heutige Strecke war teilweise sehr eindrucksvoll, da man an verschiedenen Gesteinsarten vorbei gefahren ist und teilweise sehr öde, da außer Steppe nichts weiter gewesen ist.
Somit versuchte ich den heutigen Tag einfach die Strecke zu fahren und ohne große Anstrengungen zu überstehen, da ja zwei weitere Tage anstehen bis zwei Ruhetage folgen.
Das letzte drittel der Strecke kam noch sehr starker Wind auf, der es ziemlich schwer machte voran zu kommen.
Auf dem Campingplatz in Barreal sind heute auch zwei Busse voll mit Schülern angekommen und es gibt Disco. So mal schauen ob man irgendwie schlafen kann…
23.10.2016 135km
San Jose de Jáchal – Tocota
Einer der schwersten Touren die Bike Dreams überhaupt macht ist unser heutiger Trip Tour Nummer 66. Es geht von 1000m auf 2600m. Über die gesamte Strecke gehts es permanent Berg auf. Sprich 135 mit einen permanenten Anstieg zwischen 1-3%. Davon sind die letzten 40km ungepflastert und sehr Sandig. Im Jahr 2014 haben lediglich 6 von 40 Leuten die Strecke geschafft.
Wir starteten kurz nach acht und erstmal ging es weiter entlang den Bergen.
Sehr schön war ein reisiger Bergsee, den wir passierten. Nach gut 40km kamen wir dann aber wieder auf offener Straße, mit den schneebedeckten Bergen in weiter Ferne.
Da begann dann auch der Wind ordentlich von der Seite zu wehen und es ging noch schleppender voran und kostete viel Kraft.
Bei Kilometer 80 war dann endlich der Lunchtruck. Ich dachte mir am Morgen, um die drei Stunden müßte man für den ersten Teil fahren, um gut durch zu kommen.
Tatsächlich brauchte ich 4,5h.
Frisch gestärkt ging ich also die letzten 55km gegen 14Uhr an.
Zu unserem Glück drehte der Wind und wir hatten den Rest des Tages Wind von hinten oder manchmal ein wenig von der Seite.
Gegen 15Uhr erreichte ich dann den sandigen Part der Strecke und der Spaß begann. Am Anfang war es noch gut zu befahren und ich kam mit 12-15km/h voran. Dies blieb allerdings nicht lange so und die letzten Kilometer bin ich mit nahezu keiner Luft(ca.1,5bar) im Reifen gefahren.
Gegen 17Uhr hatte ich noch knapp 10km zu absolvieren und mir war klar, dass ich auch die heutige Etappe schaffen werden. juhu.
Punkt 18Uhr war es dann geschafft.
8,5h auf dem Rad und ziemlich kaputt…
Ich baute noch schnell mein Zelt auf bevor es zum Abendbrot ging. Gegen 20:30Uhr bin ich ins Zelt gegangen und habe sofort geschlafen.
Noch 43 Etappen bis nach Ushuaia und knapp 4500km.
22.10.2016 125km
Villa Union – San Jose de Jáchal
Heute gab es um acht Uhr Frühstück und alle freuten sich auf einen entspannten Tag auf dem Rad. Bis zum Lunch waren es 62km die recht zügig gefahren werden konnten. Ich war kurz vor halb zwölf da und somit wesentlich eher als gestern. Nach dem Lunch, schloß ich mich einer zweier Gruppe an die es sehr entspannt nahmen und somit zog sich der zweite Part etwas länger hin als gedacht. Der Highlight des Tages waren dann die letzten 10km. Wir fuhren von der Route 40 ab auf eine kleine gepflasterte Nebenstraße mit steilen Anstiegen, aber wieder mal mit phänomenaler Landschaft. Wir passierten mehrmals einen Fluß und dieser war diesmal mit Wasser gefüllt, nicht wie so oft ausgetrocknet und nur zur Regenzeit mit Wasser gefüllt und siehe da, im nahen Umfeld vom Fluß war alles wunderbar grün.
An unserem Campingplatz angekommen, welcher direkt an einem kleinen Bach lag, sprang ich erstmals ins Wasser und erfrischte mich ein wenig.
21.10.2016 120km
Chilecito – Villa Union
Nach dem Ruhetag ging es gleich mit einer ordentlichen Aufgabe los. Es warteten 1750 Höhenmeter auf der Strecke auf uns. Wovon die meisten Höhenmeter auf der ersten Hälfte waren.
Somit erreichte ich den Lunchtruck erst nach 4:30h. Leider ist mir auch noch der Sattel bei Kilometer 20 gebrochen, so dass ich Mühe hatte irgendwie auf den Rad zu sitzen und zu fahren.
Nach dem Lunch ging es dann mit anderen Sattel und gestärkt weiter.
Der zweite Teil ging wesentlich leichter, da viel bergab war und die Anstiege relativ flach waren.
20.10.2016
Restday
Nachdem gestern doch etwas mehr als üblich getrunken wurde, ruhte ich mich am Vormittag aus und schaute mir nach dem Mittag die Stadt an. Chilecito ist ein ziemlich ruhige Stadt mit einen schönen Plaza und vielen kleinen Geschäften um den Plaza.
19.10.2016 120km
San Blas de los Sauces – Chilecito
Heute hieß es wieder kurbeln, kurbeln ohne viel neues zu sehen. Da heute wieder die Zeit genommen wurde, zerfiel unsere Gruppe und wir waren zu viert auf den 120km unterwegs.
Von anfang an hatten wir einen starken Wind von vorne kommend.
Es war eine ziemlich anstrengende Etappe, aber nach über 6 Stunden Kampf gegen den Wind haben wir es geschafft und freuen uns auf den morgigen freien Tag.
Am Abend wollten wir noch essen gehen und die Einwohner sagten uns, dass die meisten Restaurants erst 21Uhr auf machen. daraufhin haben wir uns entschlossen in den Park zu setzen und Wein zu trinken bis 21Uhr.
Gegen 21:30Uhr gab es dann endlich Abendbrot. Ein argentinisches Rindersteak mit ein wenig Salat(Zwei scheiben Gurke, eine Scheibe Tomate und etwas Petersilie) und ein wenig Pommes.
In Argentinien wird sehr viel Wert auf Fleisch gelebt, die Beilagen sind eher Nebensache.
Nichts desto trotz waren wir alle sehr satt geworden.
18.10.2016 160km
Hualfin – San Blas de los Sauces
Ein weiterer Tag in Argentinien, auf gut gepflasterter Straße. Die Landschaft relativ unspektakulär Dürer, Sand, über weite Strecken. Vereinzelt sah man ein paar Sandsteingebilde, aber das wars dann auch.
Also hieß es heute kurbeln, kurbeln, kurbeln und hoffen das wir es irgendwann schaffen. Und was soll ich sagen 16:15Uhr haben wir es geschafft, nach knapp 6,5 Stunden haben wir das heutige Ziel erreicht.
Wir campen auf einen Zeltplatz, der vor 6Jahren aufgemacht hat und vor 4 Jahren wieder zu gemacht hat. Aber für uns die Bushcamps gewöhnt sind, kein Problem.
Als Belohnung gab es heute ein leckeres Eis.
Morgen noch einmal 120km und dann gibt es erstmal einen Ruhetag, bevor die schwereren Aufgaben auf uns warten.
17.10.2016 120km
Santa Maria-Hualfin
Die Nacht war zum Glück etwas ruhiger, nur ein wenig Wind.
Da Sonntag gestern war, waren gefüllt halb Santa Maria auf dem Campingplatz und machte ein BBQ. Es roch nach Steaks auf dem gesamten Zeltplatz. Dann gegen 17Uhr rückte auch noch die argentinische Armee an und nächtigte auch auf dem Zeltplatz.
Aber die Anwohner verließen den Zeltplatz gegen 18Uhr, da für den frühen Abend ein Sturm angekündigt wurde, der zum Glück aber am Zeltplatz vorbei zog.
Die heutige Tour starteten wir kurz nach 8 Uhr.
Sie ging weiter entlang der R40 und war unspektakulär. Sie zog sich wie ein gerader Strich durch die Landschaft. Erst ca.30km vor Ende schreckten wir ein wenig auf, da wir starken Gegenwind hatten. Allerding ließ er nach 30km wieder nach und wir erreichten unser Ziel gegen 15Uhr.
16.10.2016 82km
Cafayete – Santa Maria
Wir hatten bis jetzt die schlimmste Nacht hinter uns. Es war ein Sturm, der über vier Stunden tobte. Mein Zelt verformte sich immer und immer wieder sonderbar, aber blieb stehen. Ich bin irgendwann eingeschlafen und früh in einer Staubschicht aufgewacht. Der Wind brachte ganz feinen Sand ins Zelt.
Egal irgendwann war Gott sei Dank die Nacht vorbei und wir durften wieder radeln. Die ersten 40km gingen entlang vieler Weinfelder.
Nach der Mittagspause, besichtigte ich erst ein paar Ruinen, etwas abseits von der Route 40 und dann ging es 35km unspektakulär auf der Route 40 nach Santa Maria.
Zum Abendbrot heute gegen 18:30Uhr war es erneut sehr stürmisch. Ich hoffe die Nacht wird etwas ruhiger.
15.10.2016 94km
Talapampa-Cafayete
Heute durchqueren wir die Quebrada del Rio de las Conchas („Schlucht des Muschelflusses“).
Eine Tour mit sehr viel schöner Natur.
Da waren auf die ersten Kilometer rubinrote Felswände. Ein Ort in dieser Gegend war Alemania(Deutschland). Es ist ein kleiner Ort, wie es viele gibt in der Gegend.
Wesentlich interessanter die wüstenartige Landschaft mit ihren Gesteinsformation. Es ist sehr beeindruckend was die Erosion da für Buntsandstein hervorgebracht hat.
Da ist zum Beispiel Carganta del Diablo(„Teufelsrachen“) oder ein natürliches Amphitheater, wo Saxophon gespielt wurde und der Klang sehr gut war.
Nach dem Lunch und dem Stopp im Amphitheater ginges es noch circa 50 Kilometer weiter entlang der Buntsandsteine bis wir dann kurz vor Cafayete links auf die Route 40 abbiegen. Mit über 5000km ist sie die längste Fernstraße der Welt. Wir werden gut 4000km auf ihr radeln. Die ersten drei bis zum Campingplatz heben wir heute bereits absolviert.
14.10.2016 96km
Salta-Talapampa
Frisch erholt ging es heute weiter. Wir haben die Hälfte der gesamten Tour geschafft und gehen guter Hoffnung in die zweite Hälfte, die genau zwei Monate gehen wird.
Zuerst geht es raus aus der Stadt. Dies ist wie so oft mit viel Verkehr und Ampeln. Doch nach einer Halben Stunde läßt der Verkehr nach und wir radeln entspannt die Straße entlang. In der Gruppe erreichen wir leicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 25 km/h und kleinere Anstiege sind eine Leichtigkeit auf 1200m Höhe.
So kommt es, dass wir nach gut zwei Stunden bereits den Lunchtruck erreichen und nach der Pause lediglich noch 40km zu absolvieren haben.
Ich entschließe mich etwas länger Pause zu machen und die letzte Einheit alleine zu absolvieren.
Kurz nach 15Uhr erreiche ich das Bushcamp, welches heute auf einer Range ist, mit einem riesigen Kaktus.
12.10.2016-13.10.2016
2 Restdays in Salta
Die zwei frei Tage haben wir auf dem Campingplatz 3km außerhalb vom Zentrum verbracht.
Den ersten Tag bin ich mit dem Rad in die Stadt gefahren und habe ein wenig Sightseeingtour gemacht. Salta mit seinen halbe Million Einwohnern, ähnelt sehr einer Südeuropäischen dieser Größe. Es ist ein kompletter Gegensatz zu den anderen großen Städten, die wir bisher passiert haben.
Den zweiten Tag habe ich mit Fahrradpflege und Ausruhen verbracht. Am Abend haben wir noch ein BBQ gemacht, wo jeder selbst sein Essen mit bringt.
11.10.2016 120km
Yala-Salta
Es ging heute 8:30Uhr los nach Salta.
Zuerst sind wir 12km auf der Hauptstraße gefahren und dann rechts auf eine Nebenstraße abgebogen. Es war eine Art ruhige Landstraße, mit unglaublichen Landschaftseindrücken. Auf 3800m hatte wir kaum mal grün gesehen, geschweige den Vögel gehört. Doch hier ein sattes grün, Vogelgezwitscher, blühende Blumen und unterschiedliche Düfte.
Es war als würde man im Mittelgebirge von Deutschland ein Ausfahrt machen.
Auch könnte ich wieder richtig durchatmen, was die 1200 Höhenmeter, die wir überwinden müssen deutlich erleichtern. Es war im großen und ganzen ein komplett anderes fahren und ich freue mich schon auf die nächsten anstehenden Touren auf 1500m, auch wenn es sehr heiß werden wird.
Am Abend wurde dann eine Art Bergfest gefeiert, da wir die Hälfte der Tour geschafft haben und jetzt Ushuaia nur noch gute 5.000km entfernt sind. Halleluja…
10.10.2016 150km
Quebrade de Humahuaca-Yala
Die letzte Nacht auf dem Altiplano bzw.Pampa, wie es in Argentinien heißt habe ich gut überstanden. Wir wurden zwar permanent von Hundegeräuschen geweckt, aber irgendwie hat man doch ein wenig geschlafen.
Nach dem Frühstück war es dann endlich soweit.
es ging von 3800m hinab auf 1500m nach Yala. Rob warnte uns am Abend, dass wir mit starken Gegenwind auf der zweiten Hälfte rechnen müssen.
Doch erstmal war davon nichts zu merken. ich konnte mit einen 33 Schnitt die ersten 80km fahren und erreichte gegen halb zwölf den Lunchtruck.
Danach waren noch 10km Ok und dann ging es los mit dem besagten Wind.
Obwohl es bergab ging war eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20km/h nicht drin. Dies ging bis Kilometer 125 und danach verschärfte sich der Wind nochmal und ich fuhr für 5km sogar nur 10km/h.
Doch dann ging es zum Glück nochmal steil bergab und plötzlich war der Wind weg und ich konnte entspannt die letzten 15km ins Ziel fahren.
Der Campingplatz hat eine warme Dusche, was das zelten viel Luxuriöser macht gegenüber den Bushcamps.
Auf 1500m ist alles viel grüner und die Vögel zwitschern und wir können abends noch eine Weile draußen sitzen und uns unterhalten.
Nicht wie auf dem Altiplano, wo wir schnell Abendbrot gegessen haben und dann schnell ins Bett gegangen sind, weil es windig und kalt war.
09.10.2016 118 km
La Quiaca – Quebrade de Humahuaca (Bushcamp)
Frühstück wurde heute auf 9Uhr datiert, da nur 120km und realitiv flach auf dem Programm stsnd, laut Rob.
Ich fand es gestern als ein schlechten Witz, aber was solls ich werde sehen wie es läuft.
Wir starten wieder in einer großen Gruppe und heute lief es überraschend besser als gestern. Ich konnte bis zum Lunchtruck bei Kilometer 60 an der Gruppe bleiben und wir sind einen flotten 28 iger Schnitt gefahren. Nach dem Mittag ist die Gruppe zerfallen und ich bin bis zum Anstieg in einer Vierergruppe mitgefahren. Bei 20km Anstieg und 400m Höhenunterschied bin ich alleine gefahren.
Nach 100km habe ich den höchsten Punkt der heutigen Tour geschafft und es ging die restlichen 18km leicht berg ab.
Als Überraschung gab es bei Kilometer 105 noch eine 10km lange ungepflasterte Strecke. Ich fand sie sehr gefährlich, da Autos mit bis zu 110km/h und Busse mit 90km/h lang fahren konnten. Sobald ein Bus mit dieser Geschwindigkeit ankam, wirbelte er so viel Staub auf, dass man für 30sec die Hand vor Augen nicht gesehen hat.
Nach 4,5h habe ich das Bushcamp erreicht und zufrieden das es doch nicht so schwer war, wie gestern gedacht.
 08.10.2016 91km
Tupiza – La Quiaca
Nach den sehr anstrengenden und aussichtsreichen Tag von gestern, sollte es heute auf gepflasterter Straße Richtung Argentinien gehen.
Wir starteten in einen recht großen Gruppe.
Das Tempo war recht flott und ich entschloß nach 15km mein eigenes Tempo zu fahren, da ab Kilometer 25 ein Anstieg von 800 Höhenmeter auf uns wartete und ich spätestens ab da nicht mehr mit der Gruppe mithalten kann.
Sobald der Anstieg anfing merkte ich die letzten Tage in meinen Beinen und tat mich sehr schwer die 15km bergauf, an einen runden Tritt war nicht zu denken.
Bei Kilometer 43 war es dann endlich geschafft und der Lunchtruck wartete auf und wir konnten uns erstmal stärken für die nächsten 48km.
Auch der zweite Versuch mit einer Gruppe mit zu fahren scheiterte und ich bin die 42km bis zur Argentinischen Grenze alleine gefahren. Dies viel mir sehr schwer, da die Landschaft eintönig war und es immer mal wieder kleine Hügel gab.
Doch nach knapp 5h war es geschafft, ich war an der Grenzen. Zuerst habe ich meine verbliebenden Bolivanischen Pesos in Argentinische Peso umgetauscht und mich danach zuerst an der Bolivanischen Grenze angestellt um ausgetragen zu werden und dann an die argentinische Grenze um ein 90 tägiges Touristenvisum zu bekommen.
Dieser Prozess hat ca. 1,5h gedauern.
Nachdem wir die Grenze passiert haben, wurden wir von einem Schild freilich überrascht: Ushuaia 5121km, unser Ziel. Wir werden wohl noch ein paar extra Kilometer machen, da wir noch Abstecher nach Chile machen.
Das heutige Hotel war direkt 2km hinter der Grenze.
Ich war froh als ich es endlich geschafft habe und machte mir bereits Sorgen, wie ich die nächsten zwei Tage überstehen soll, wo insgesamt 280km anstehen.
Als Abendbrot gab es Beefsteak gigantisch groß mit Pommes.
Total kaputt und vollgegessen ging es ins Bett.
07.10.2016 100km
Attocha-Tupiza
Die Nacht im Bushcamp war windig, laut und kalt, aber irgendwie konnte ich doch irgendwann einschlafen.
Wir haben direkt an der Straße unsere Zelte aufgeschlagen. Es war eigentlich ein schöner Platz, mit wenig Verkehr, aber zwei, drei LKW’s kamen doch die Stunde vorbei und grüßten mit ihren Hupen, obwohl doch schon alle um 21Uhr im Bett waren, bis 1Uhr morgens.
Doch nun zum Tagesprogramm, dass hatte heute einiges zu bieten.
Das Altiplano zeigte sich heute nochmal von seiner besten Seite und verlangte einiges von uns ab. Es ging ganze sechs mal von 3800 auf 4200m rauf die ersten 60km. Es war ein reines gequäle, aber die Landschaft war wieder mal wunder schön und hat den schmerz für einen Moment verdrängt. Die unbefestigte Fahrbahn war etwas besser als gestern, aber die Anstiege hatten es echt in sich.
Zum Abschluß ging es dann noch 30km im ausgetrockneten Flußbett bis nach Tupiza. Es war wie eine Art Waschbrett, da die Autos die Fahrbahn so aufgeschoben haben. Als ich nach knapp 7 Stunden das Hotel erreicht habe, war ich kaputt und froh.
Morgen geht es nach Argentinien.
06.10.2016 100km
Uyuni – Atocha(Bushcamp)
Nachdem Rob und Rouber bis zwei Uhr Nachts am Truck geschraubt haben und die Bremsen wieder einwandfrei funktionieren ging es weiter Richtung Ushuaia.
Zuvor haben wir erst nochmal bei dem leckeren Frühstück zugeschlagen und sind dann gestärkt gestartet. Auf dem Plan stehen 100km Sandstrecke. Doch wir haben Glück, die Strecke Uyuni-Tupiza wird seit Feb ausgebaut und wir können die ersten 20km auf einer frisch geteerten Straße fahren. In Gedanken hoffe ich, dass es so weiter geht bis nach Atocha und ich die herrliche Landschaft genießen kann. Sie hat sich wieder einmal geändert und streckenweise fühle ich mich wie im Elbsandsteingebirge, bloß das der Sandstein hier rot ist.
Doch nach 20km ist Schluß, es wird auf weiter Strecke eine gefahre durch viel Sand, Baustelle und immer wieder kleineren Flußüberquerungen.
Nichts desto trotz blieb ich ab und zu stehen und genoß die Landschaft. Es ist schon beindruckend wie sich die Landschaft auf dem Altiplano doch immer wieder ändert.
Nach 7 Stunden haben wir dann unser Bushcamp erreicht. Es war Anfangs sehr windig, doch später zum Abendbrot ließ der Wind nach und ich konnte später ruhig schlafen.
05.10.2016
Nach einem weiteren ausgiebigen Frühstück, entschloß ich mich den Ölwechsel der Rohloff heute zu machen. Es dauerte gut zwei Stunden mit intensiven Kettenpflege. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Feuchttücher nehme und jedes Glied einzel reinige. Aber im Urlaub hat man ja Zeit und ich werde auch von mal zu mal schneller.
Im Anschluß darauf habe ich wieder ein wenig Nachrichten gelesen.
Am Abend gab es wieder Pizza und die Nachricht, morgen wird wieder geradelt.
Das heißt jetzt wir radeln durch bis nach Salta ohne zwischenRestday.
Ich bin gespannt.
04.10.2016
Restday Uyuni
Nach sieben Tagen nun mal wieder ein freier Tag.
Ich blieb erstmal im Bett bis 8:30Uhr und ging gehen 9:00Uhr zum Frühstück.
Da erwartet mich eines der besten Frühstücks was wir bis jetzt hatten. Es gab selber gemachte Brötchen, selber gemachten Aufstrich, Waffeln und Pancakes. Es war einfach sehr gut.
Danach mußte ich mich erstmal für eine halbe Stunde hinlegen.
Dann bin ich auf den sogenannten Eisenbahnfriedhof gegangen. Dort standen ausgesonderte Eisenbahnen und Wagons.
Nachdem der Rundgang beendet war ging ich zurück nach Uyuni ins Hotel und las ein wenig.
Zum abendbrot ging ich ins Hoteleigene Restaurant, wo es die beste Pizza der Stadt gibt.
Dort gab es dann auch die Nachricht, dass wir einen weiteren Tag in Uyuni bleiben müssen, da der Truck kaputt ist und noch einen Tag brsuch um wieder vollständig repariert zu sein.
Also ein weiterer Tag in Uyuni, wo es nichts mehr zu sehen gibt.
03.10.2016 35km TT
Salar de Uyuni-Uyuni
Heute war mal lange ausschlafen angesagt. Es standen 35km auf dem Programm, davon waren 7km zeitfahren auf dem Salzsee, für diejenigen die wollten.
Ich machte den Spaß natürlich mit.Insgesamt waren wir 10 Leute die mitmachten.
Ich war an Startposition 4 und mein Zeil war nicht überholt zu werden, welches ich auch schaffte. Am Ende belegte ich Platz 5 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,5km/h.
Nachdem der Spaß vorbei war radelten wir entspannt in der Gruppe nach Uyuni.
Uyuni ist eine Mittelgroße Stadt, wo alljährlich das Dakarrennen vorbei geht und wo die Touristen die auf den Salzsee wollen starten.
Auch ist ein Militärstützpunkt in Uyuni, direkt neben unserem Hotel.
Am Abend habe ich noch mein Rad vom Salz befreit, bevor es zum Abendbrot in die Stadt ging.
02.10.2016 103km Tahua – Salar de Uyuni Heute war es dann also so weit, es ging 103km über den Salzsee. Das GPS war voll aufgeladen und die Fahrt konnte beginnen. Am Anfang war eine rege Diskussion wo lang. Ich hielt mich aus der Diskussion raus und fuhr einfach los, immer genau da lang wo das GPS sagte wo es lang gehen soll. Die Fahrt war sehr surreal. Man fuhr auf eine weiße Oberfläche die eine Art wabenartige Struktur hatte. Am Rand war immer eine Art Salzkruste, die die Fahrt etwas holprig machte. Trotzdem war es einzigartig mit dem Rad auf Salz zu fahren und in einem großen Umkreis war nichts außer Salz. Nach 36km kam ich an eine Insel an, wo der Lunchtruck auf uns wartet. Die anderen kamen zeitgleich mit mir an. Sie sind wohl einen kleinen Umweg gefahren, hatten es aber dafür nicht so holprig wie ich. Nach der Stärkung ging es weitere knapp 70km durch die Salzwüste zum Hostel Salar de Uyuni. Es ist ein kleines Hostel mitten auf den Salzsee. Hier kommen die Touristen mit Auto und Motor an, um einen kurzen Stopp zu machen und sich ein wenig die Beine zu vertreten. Auch scheint hier die Paris-Dakar Rallye vorbeikommen, wie einige Photos zeigten. Unsere Gruppe is aber die einzige die heute hier übernachtet, außer ein weiterer Radfahrer, der lustigerweise aus Berlin kommt. Wer hätte gedacht, dass man auf dem Salzsee einen zugezogen Berliner trifft.
Er reist von Alska nach Ushuaia in zwei Jahren. Wir haben uns nett unterhalten.
01.09.2016 72km Crater-Tahuna(Salzsee(Bushcamp)) Nachdem gestern zum Glück doch noch alle das Bushcamp erreicht haben, mußte am Morgen erstmal ausgefragt werden, was denn los war. Es stellte sich heraus, dass keiner von beiden ein GPS hatte und sie es ohne GPS versucht haben, was schier unmöglich war gestern. Also haben sie die zwei gedacht, kurz bevor es dunkel wird fahren wir zurück zum nächsten Ort und quartieren uns in einem Hotel ein. Ja und da wurden sie dann auch vom Truck gefunden und durften anstatt im Hotel mit allen Bike Dreams Teilnehmern zelten. Gegen 9:00Uhr starte unsere Tour Richtung Salzsee. Der erste Teil bis zum Lunchtruck (36km) war geteert. Somit erreichten wir in knapp 80min die Halbzeit. Danach ging es weiter auf unbefestigter Straße, die ich alleine bewältigen wollte, um mir Zeit zu nehemen und die Aussicht zu genießen. Die Landschaft war wieder einmal überwältigend und die Strecke war besser zu befahren als gestern. Somit war es eine Art Erholungstour am heutigen Tag. Das Bushcamp liegt heute direkt am Salzsee, über den wir morgen fahren werden. Jetzt gegen 20Uhr ist es bereits stock dunkel und ich liege im Zelt und schreibe meinen Tagesbericht. Die Vordertür habe ich geöffnet um die einzigartigen Sternenhimmel zu bewundert. Wenn dies mein Opa sehen könnte, der mir vor über dreißig Jahren einige Sternzeichen erklärt hat, wäre er bestimmt begeistert. Heutzutage werde ich eine App öffnen und versuchen einzelne Sternzeichen wieder zu erkennen. Vielleicht werde ich auch eine Sternschnuppen sehen und mir was wünschen wie damals. Damals mein erster Sternschnuppenwunsh ging übrigens in Erfüllung…
30.09.2016 111km Andamarca-Crater(Bushcamp) Heute morgen versprach Rob eine Landschaftlich abwechslungsreiche Route, für diejenigen die die nicht asphaltierte Route nehmen. Alle bis auf Charlie folgten Rob’s Empfehlung. Es sollten 80km nicht ashaltierte Straße werden und merkwürdig war schon auf der Beschreibung, der Hinweis es könnte etwas sehr sandig werden vereinzelt. Und ja es war sehr sandig. Ich würde meinen das wir 5km das Rad schieben mußten, da der Sand sehr weich war und wir keine Chance hatten mit dem Rad zu fahren. Die Landschaft erinnerte mich manchmal an Australien, da wir viel über roten Sand gefahren oder geschoben haben. Menschen haben wir auf der kompletten Strecke nur sehr wenige gesehen, nur immer wieder Lamas und Alpakas die uns merkwürdig angeschaut haben. Die letzten 20km ungepflastert wurden dann richtig abenteuerlich. Das GPS zeigte Wege an die keine waren, nur mit viel Phantasie konnte man erahnen wo die Reise hingeht. Der heutige Tag war ein sehr anspruchsvoller/crazy Tag, da er von uns alles abforderte. Ich war heil froh, als ich nach knapp 7h wieder asphaltierte Straße unter den Rädern hatte. Ich wußte das es anspruchsvoll wird, aber damit hat keiner gerechnet. Die letzten zwei wurden gegen 20:30Uhr gefunden und mit dem Truck ins Bushcamp gebracht. Morgen soll es wohl nicht so kompliziert werden. Schauen wir mal…
29.09.2016 110km Oruro-Andamarca Auch heute ging es weiter auf dem Altiplano. Tief ins Landesinner, wo Evo Morales(Präsident von Bolivien) her stammt. In Peru hat man viel Werbung von unterschiedlichen Partein gesehen, hier in Bolivien scheint es nur einen Namen zu geben EVO. Überall sieht man ihn, ob in La Paz wo er eine Schwebebahn eröffnet hat und als Schirmherr das Projekt voran treibt oder auf neu gebauten Straßen überall Evo. Die Strecke heute war absolut flach und zu nahezu 100% Asphaltiert. Ich bin heute den kompletten Tag alleine gefahren, da ich ein wenig Intervalltraining machen wollte und Musik hören wollte. Die Straßen waren heute sehr leer, somit fuhr es sich sehr entspannt. Die Highlights waren heute die Lamas auf der Strecke, die meisten in Gruppen immer wieder auftauchten.
28.09.2016 120km Lahuachaca-Oruro Heute ging es 8:30Uhr los. Zuerst fuhren wir 40km Landstraße, bevor wir rechts abbogen und das bolivianische Hinterland bereisten. Die ersten Salzvorkommnisse konnte man an einigen Stellen sehen. Ansonsten gibt es vom heutigen Tage nicht viel zu erzählen. Immer noch Altiplano, flach und in weiter Ferne kann man die Schneebedeckten 6000 Berge sehen.
27.09.2016 140km La Paz – Lahuachaca (Bushcamp) Heute ging es weiter Richtung Süden. Dafür mußten wir erstmal wieder raus aus La Paz. Dies bedeutete erstmal 15km Bergauf im Verkehrschaos von La Paz. Nach 90min haben wir es geschafft und wieder El Alto erreicht. Nachdem wir auch El Alto hinter uns gelassen haben wurde es deutlich ruhiger auf der Schnellstraße. Allerdings auch ziemlich trist und öde. Das sogenannte Altiplano ist ziemlich unspektakulär, man kommt aber gut voran. Traurig waren die vielen Totgefahrenen Hunde auf der Straße. Ich zählte 8 Stück am heutigen Tag, was Negativrekord bis jetzt. nach gut 6h habe ich das Bushcamp erreicht und Zelt aufgebaut und Kartoffeln geschält fürs Abendbrot.
26.09.2016 Restday La Paz Heute stand Stadtbesichtigung auf dem Programm und Union-St.Pauli Spiel im Ticker verfolgen und Sachen packen für 7 Tagen. Die Stadtbesichtigung zeichnete sich als ganz schön anstrengend aus. Da es wie es scheint in La Paz keine flachen Straßen gibt. Es geht immer nur Bergauf oder Bergab. Über Unions Sieg habe ich mich natürlich gefreut und mir vor Freude doch noch einen Pullover mit echtem bolivianischer Alpaca Wolle gekauft. Morgen geht es weiter Richtung Süden. Eine Woche Radfahren ohne Pause steht auf dem Programm. Nicht wundern oder Sorgen machen, es kann sein, dass wir wieder mal für längere Zeit kein Internet haben. Sobald es möglich ist, werde ich dir Berichte online stellen.
25.09.2016 60km La Paz-Death Road Am ersten Ruhetag in La Paz haben sich 12 Leute gefunden die eine vor 2006 gefährlichsten Straßen der Welt runterfahren wollen. Wir waren alle sehr aufgeregt und teilweise schon Horrorszenarien durchgespielt… Um 8Uhr morgens, holte uns ein Bus ab der uns auf 4700m Höhe brachte. Als wir da gegen 9:30Uhr ankamen war es nebelig . Zuerst wurden wir eingewiesen wie wir uns verhalten sollen und haben unsere Schutzkleidung und vollgefedertes Mountainbike bekommen. Ich habe mich die erste Zeit wie ein Michelinmännchen auf ein zu kleines Fahrrad gefühlt. Aber die Bremsen funktionierten, also konnten wir uns ins Abenteuer stürzen. Die ersten 20km führten auf einer Asphaltierten Straße lang die nicht zur Death Road gehört. Danach bogen wir rechts ab und es ging 40km lang auf der Death Road. Für uns Radfahrer war es aber eher eine gemütlich bergab fahrt ohne Gefahren. Wir haben uns alle viel mehr vorgestellt. Aber vielleicht lag es auch daran, dass wir den steilen Abhang nicht heruntersehen konnten, da es immer noch nebelig war. Nichts desto trotz haben wir schöne Eindrücke vom Regenwald bekommen. Nach 4h Radfahren mit etlichen Pausen haben wir es geschafft. Gegen 20Uhr waren wir alle heil im Hotel wieder angekommen und der Rest der Leute die nicht mit dabei waren, waren froh uns wieder zu sehen.
24.09.2016 80km
Titicaca-La Paz
Heute ging es gemütlich gegen 9:00Uhr los nach La Paz, der Hauptstadt von Bolivien. Die ersten 40km gingen auf eine Fernstraße entlang die auf 40km komplett erneuert wird. Das heißt Baustelle, dann 2km oder weniger normale Straße, dann wieder Baustelle. Es war sehr nervig. Da die LKW’s, Busse und Auto’s genervt waren und uns Radfahrer immer wieder von der Straße gedrängt haben. Zum Glück bin ich mit meiner Gruppe ohne Sturz durchgekommen, aber angespannt waren wir die ganze Zeit. Bei Kilometer 45 wartete der Lunchtruck auf uns. Großen Hunger hatte ich nicht, aber was getrunken und gegessen habe ich trotzdem.
Nach der Pause ging das Verkehrschaos richtig los. Erst durchfuhren wir einen Vorort von La Paz, wo mitten auf der Straße ein riesiger Wochenmarkt war. Dies war nichts neues für uns, aber der heutige wurde übertroffen von allen vorhergehenden, indem in dem Markt noch die Straßenarbeiten stattfanden. Es war einfach nur absurd, die Stände, aufgerissene Straßen, Busse, LKW’s, riesige Gräben…
Nachdem wir das passiert haben, bogen wir links ab und haben La Paz vom Gipfel des Berges gesehen. Es ist eine weitere riesige Stadt,mitten im Kessel.
Die Fahrt von 4200m Höhe bis ins Zentrum, ging zuerst entlang einer vier spurigen Schnellstraße, bevor wir dann wieder einer Baustelle für 7km lang folgen mußten und wieder das Spiel mit den genervten Busfahren, bloß diesmal war es noch enger als am morgen.
Nichts desto trotz(aus der Nase kommt kein Honig) haben wir gegen 14Uhr das Hotel erreicht und zwei Restdays stehen uns bevor.
23.09.2016 75km Copacabana-Titicaca(Hotel) Wir verließen Copacabana gegen 8:30Uhr und begannen erstmal mit 10km Anstieg. Er war eigentlich nicht sehr steil, aber da es ohne Einfahren und in 3800m Höhe gleich losging, hatten alle ihre Probleme und keuchten den Berg hoch. Oben angekommen genossen wir erstmal einen sagenhaften Ausblick auf den Titicacasee. Es ging nun immer wieder leicht bergauf/bergab bis zu Kilometer 40, wo der Lunchtruck war und wir uns ein wenig stärkten. Danach sind wir auf eine Art Floß/Boot über den Titicacasee gefahren. Auf diesem Objekt werden Busse und LKW’s von der einen zur anderen Seite gebracht. Es war alles sehr wackelig und wirkte sehr unstabile. Aber nach 10min waren wir auf der anderen Seite und konnten die letzten 35km absolvieren. Diese gingen ebenfalls leicht hoch und runter. Am Ziel angekommen, fühlte ich mich ein wenig in DDR zurückversetzt. Das Hotel, was seine besten Jahre hinter sich hat, wirkte wie ein FDGB-Jugendheim, mit großen Foyer, Sportanlage, Sauna und Kinderspielplatz. Morgen geht es in die Hauptstadt von Bolivien, nach La Paz.
22.09.2016 Restday in Copacabana Den heutigen Tag habe ich mit ausgiebiger Erholung und Internetseite auf aktuellen Stand zu bringen. Am frühen Nachmittag habe ich dann Cobacabana erkundigt. Die kleine Stadt ist eine Hochburg für Backpackers. Die hier günstig Unterkommen und wie einfach für längere Zeit verweilen. Am Abend hat uns eine Einheimische eine kleine Pizzeria empfohlen, die ein wenig abseits lag. Sie wurde von einem Argentinier betrieben, der mit einer Bolivianerin verheiratet ist. Es war alles selber zubereitet garantierte und Maxi. Die Pizza war dementsprechend sehr lecker und bislang die beste in Südamerika.
21.09.2016 145km Puno-Copacobana Heute gab es schon 6:30Uhr Frühstück, der Plan war um 7:30Uhr zu starten. Auf dem Programm heute 145km entlang des Titicacasees, mit Grenzübergang bei Kilometer 135 nach Bolivien. Nachdem wir die Hochebene erreicht haben, hat sich das Gebirge komplett verändert. Es sind abgerundete Berge. Es wirkt auf mich wie das Zittauer Gebirger. Bloß das die Berge die wir sehen über 4000m hoch sind wahrscheinlich. Da wir aber auf 3800m Höhe permanent sind, wirken die Berge im Hintergrund nicht mehr so Gigantisch. Der Titicacasee war auch heute wieder sehr beeindruckend. Man sieht an den meisten Stellen, dass Ende nicht. Erst als die Sonne unterging, hat man die Anden wieder gesehen. Die Radtour war für mich heute recht anstrengend, da ich so meine Probleme habe mit der Höhe. Aber nichts desto trotz habe ich das Ziel Copacabana in der Gruppe rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit erreicht. Wir sind nun in Bolivien angekommen und ich bin gespannt, wie Mensch und Natur hier so ist.
20.09.2016 Restday Puno Am heutigen Ruhetag haben wir uns am Vormittag die schwimmenden Inseln angeschaut. Dies ist Punos ausgewöhnliche Sehenswürdigkeit. Aus kreuzweise aufgebrachten Totoraschilf sind künstliche Inseln entstanden, die auf dem See schwimmen. Auf der jeweils halb Fußballfeld großen Inseln leben um die 20 Leute, vom Volk der Urus. Ein Schiff brachte uns auf eines der Inseln. Wo uns erklärt wurde wie die Inseln gebaut werden. Anschließend konnte wir uns die Häuser der Bewohner anschauen und Souvenirs kaufen. Nach gut drei Stunden war die Führung zu Ende. Den rest des Tages habe ich mir Puno angeschaut und mich ein wenig ausgeruht.
19.09.2016 111km Pucura-Puno Am heutigen Morgen war ich sehr gespannt was meine Beine nach den 159km sagen würden. Deshalb wollte ich heute auch lieber allein fahren. Auf dem Routenplan den wir am Vortag bekommen haben war in den ersten 100km kein Anstieg zu sehen. Es war komplett flach. Somit war lediglich der Wind der ein schnelles vorankommen verhindern konnte. Doch schon zum Frühstück kam eine leichte Brise auf, die erahnen konnte, dass der Wind heute größten Teils von hinten kommen würde. Und so war es dann auch. Die ersten 55km bis zum Lunchtruck bin ich alleine gefahren, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 32km/h. Somit hatte ich nach nicht einmal zwei Stunden die Hälfte geschafft. Was für ein tolles Gefühl, nach den 160km von gestern. Nach der Pause ging es weiter mit um die 30km/h, bis nach Juliaca. Dort erwartete mich ein Riesen Verkehrschaos. Man konnte sich vereinzelt an den Autos vorbeischlingeln, aber größten Teils mußte ich hinter den Autos auf grün warten. In Juliaca, schloß ich auch mit der Gruppe vom Vortag auf und wir fuhren gemeinsam weiter. Nach 100 km, kam dann der erste und einzige Anstieg des Tages, mit 200m Anstieg. Dies viel mir recht schwer, da ich jetzt meine Beine merkte, die in den letzten Tagen ordentlich zu tun hatten. Aber nach weniger als 45 min haben wir den Gipfel erreicht und konnten den riesigen Titicacasee sehe. Er ist einfach gigantisch. Auf 3800m Höhe erstreckt er sich mit 178km Länge und bis zu 67km Breite. Er scheint schier unendlich lang zu sein. Am Rande des Sees liegt auch unser Tagesziel Puno. Nach knapp vier Stunden und 27,8km/h Durchschnittsgeschwindigkeit haben wir es erreicht. Dies ist neuer Durchschnittsgeschwindigkeitsrekord für mich in Südamerika und wir glaube so schnell nicht wieder passieren. Zum Abendbrot gab es heute Alpacafleisch. Es war sehr lecker.
18.09.2016h 159km Raqchi Ruins – Pucara(Bushcamp) Morgens 5:50Uhr klingelte der Wecker. Es war kalt, sehr kalt. Als ich die Nacht auf Toilette mußte war mein Zelt schön vom Eis umhüllt. Also snooze Taste dreimal gedrückt und bis 6:17Uhr weitergeschlafen. Dann doch irgendwann aus dem warmen Schlafsack rausgekrabbelt und Gas gegeben, da für 7Uhr Frühstück anstand und so einiges bis dahin erledigt werden muss, zu dem ich zu einem späteren Zeitpunkt der Reise vielleicht etwas mehr ins Detail gehen werden, schließlich stehen noch über 50 Campingnächte bevor. Wir starteten gegen 8:00Uhr auf die Hammertour von 159km. Kurz vor Start sagte mir Marc, dass es ihm nicht gut ging und er in den Truck steigen wird. Da dachte ich Mist, ihm geht’s nicht gut und eigentlich wollte ich mit ihm heute radeln. Also mußte ich umdenken, mir eine andere Gruppe suchen, da ich wußte 160km alleine bei 1300 Höhenmetern, dass geht nicht gut. Gedacht getan. Ich schloß auf eine Gruppe auf von 9 Leuten die recht durchwachsen war vom Niveau, was passen könnte. Die ersten 30km liefen gut. Dann kam der erste Anstieg ich versuchte an dran zu bleiben an Position 5. Am Gipfel angekommen bemerkte ich die 4 anderen hinter mir haben abreißen lassen. Wir konnten sie auch nicht mehr sehen, also beschloßen wir zu fünft weiter zu fahren. Dann kam auch gleich der nächste Anstieg und eine weitere Person ließ abreißen. Bis Kilometer 45 fühlte ich mich noch gut, aber dann wurde es eine Qual. Ich ließ mich schließlich auch zurück fallen, aber die Gruppe wartete auf mich und ich schloß immer wieder auf bis zum letzten großen Gipfel auf 4385m, wo auch der Lunchtruck auf uns wartete. Ich war leicht am Ende bei Kilometer 60 von 160, aber nach der Pause ging es leicht Bergab und es gab Wind von vorne, der Seite und selten auch von hinten. Also sagte ich mir bleib dran zumindest bis Kilometer 100. Und was soll ich sagen, es lief gut und ich konnte mit Quälerei bis zum Schluß dranbleiben und habe auch ein wenig, wenn auch nicht viel Führungsarbeit geleistet. Somit war ich unter den Top 7 an einen der längsten Etappen der Tour. Viele mußten heute vom Truck zum Bushcamp gebracht werden, da es im 18Uhr dunkel ist und es sehr gefährlich ist die Straßen bei Nacht zu fahren. Zum Abendbrot gab es heute ein leckeres Curry mit Huhn und Nudeln. Als Dessert würde Schokokuchen mit Rum/Cola gereicht, da wir Johanns Geburtstag ein wenig nachgefeiert haben.
17.09.2016 121km Cusco – Raqchi Ruins (Bushcamp) Heute ging es endlich wieder aufs Rad und es standen gleich 121km auf dem Programm. Die ersten 20km ging es erstmal aus Cusco. Dies hieß mal wieder viel Verkehr und viele Ampeln. Doch nach einer guten Stunde haben wir es geschafft und konnten noch 10km leicht bergab fahren, bevor es 90km sehr leicht bergauf ging. Jeder zweite Ort auf der Strecke hatte Ruinen von den Inkas. Auch direkt neben dem Bushcamp sind mehrere Ruinen, deswegen auch der Name. Die heutige Fahrt war nicht anstrengend, zog sich aber hin. Ich bin mal gespannt, wie die morgige Etappe wird, wo 40km mehr geradelt werden müssen.
16.09.2016 Restday 3 Cusco Den dritten freien Tag in folgen ohne Fahrradfahren, habe ich ruhig angehen lassen. Ich habe erstmal in alle Ruhe gefrühstückt und mich mit den anderen bis 10Uhr unterhalten. Danach habe ich mich um mein Fahrrad gekümmert. Nach 3500km und vielen Abfahrten, waren die hinteren Bremsbacken runtergebremst. Also habe ich sie gewechselt und danach die übliche Fahrradpflege gemacht. Gegen 12Uhr war ich damit fertig und bin in die Stadt gegangenen. Erstmal in einen Fahrradladen um ein zweites Paar Bremsbacken zu bekommen. Und siehe da der erste Laden hatte auch gleich die richtigen Beläge. Als nächstes stand ein wenig Sightseeing an. Ich bin hauptsächlich auf den touristischen Nebenstraßen gelaufen, da man da nicht permanent angesprochen wird ob man eine Massage oder in ein Restaurant möchte. Der Tag verging sehr schnell und nach meiner Ansicht sind Cusco und Machu Picchu die Touristenhochburgen von Peru. In allen anderen Region waren wir mehr oder weniger die einzigen Touristen und wurden freundlich gegrüßt und niemand versuchte uns etwas zu verkaufen. Ebenfalls Huaraz ist für Wanderer sehr interessant und gut besucht, allerdings wurde man da nicht auf offener Straße angesprochen.
14.09.2016-15.09.2016 Machu Picchu Von Mittwoch bis Donnerstag besichtigen wir Machu Picchu, die Sehenswertesten Inca Ruinen. Wir sind um 9 Uhr mit dem Bus nach Ollantaytambo gefahren. Da hatten wir 3 Stunden Zeit um uns die ersten Ruinen an zu schauen oder einfach durch den Ort zu gehen und etwas zu essen und zu trinken. Danach ging es mit dem Zug weiter nach Machu Picchu Trainstation. Dies ist ein Ort wo die ganzen Touristen untergebracht werden, um am nächsten Morgen früh zeitig(5Uhr) nach Machu Picchu zu gelangen. Wir haben im Hotel eine kurze Einweisung bekommen, wie der nächste Tag abläuft und sind noch etwas zum Abendbrot essen gegangen und dann ins Bett. Am Donnerstag klingelte 4:15Uhr der Wecker um einer der ersten Gruppen in Machu Picchu zu sein. Doch wie sich rausstellte hatten mind. 300 Leute vor uns die gleiche Idee und wir mussten 1,5h warten, bis uns der Bus nach Machu Picchu gebracht hat.
Dort hatten wir ein 2,5h Führung, die sehr interessant war. Danach hatten wir noch die Möglichkeit auf den Mount Machu Picchu zu gehen. Da es aber nebelig war und mein Knie etwas weh tat vom Vortag, entschloss ich mich, wieder zurück zum Ort zu gehen und einen ruhigen Nachmittag im Touristenzentrum zu verbringen, bevor es wieder mit Zug und Bus zurück nach Cusco ging.
13.09.2016 78km Limatambo-Cusco Nachdem der gestrige Tag alles andere als gut lief und es für alle sehr schwer war die 2400 Höhenmeter zu absolvieren, bin ich mit einen sehr mulmigen Gefühl aus dem Schlafsack gekrochen. Auf dem heutigen Programm stehen 78km, 1500 Höhenmeter. Klingt wesentlich entspannter als gestern, aber zum Anfang standen wieder 15km Bergauf mit 1000m Höhenunterschied. Aus der Kalter anfangen mit klettern ist nichts für mich, aber die Anden verschieben über nacht ist nicht drin, also rauf auf den Drahtesel und los geht’s. Die ersten 5km habe ich ruhig angefangen und siehe da, die Beine fühlen sich besser an. Als habe ich die restlichen 10km etwas mehr Gas gegeben und es ging wunderbar. Ich konnte wieder im Mittelfeld mitfahren, super. Die Mittagspause war bei Kilometer 32 im Tal. Danach ging es erstmal flach weiter bis wir 20km vor Cusco waren, da durften wir nochmal 500m Bergauf. Aber wie schon erwähnt, war das alles kein Problem, im Gegensatz zu gestern. Nach knapp 5 Stunden haben, wir Cusco erreicht. Auf den ersten und zweiten Blick, ist das eine reine Touristenstadt. Man sieht kaum Einheimische und man wird an jeder Ecke angesprochen, lecker essen, Massage, Hüte etc. Genau das was man die ersten 1,5 Monate nicht hatte und nun da. Naja drei Tage werden wir es durchhalten und dann geht es weiter Richtung Süden. Morgen und übermorgen steht erstmal Machu Picchu an und dann noch ein Tag Cusco.
12.09.2016 116km Abancay-Limatambo Heute sollte es nochmal richtig schwer werden. Wir begannen den Tag gleich mit einen 35km langen Anstieg. Bis Kilometer 25 war alles OK, aber danach ging nichts mehr. Jeder Tritt viel schwer und somit zogen sich die 10km bis zum Gipfel. Nach über 3,5h habe ich es dann doch geschafft und habe erstmal eine halbe Stunde Pause gemacht beim Lunchtruck auf 3980m. Danach ging es 60km Bergab auf 1800m. Unten im Tal stand die Luft und es war richtig heiß. Es standen noch 18 km Bergauf auf den Plan. Meine Beine wollten einfach nicht so richtig heute. So entschloß ich erstmal eine Cola zu trinken und dann weiter zu fahren. Es ging tatsächlich nach der Cola etwas besser und somit schleppte ich mich die 15km in 1,5h hinauf. Kurz nach 16:30Uhr habe ich unser Campingplatz erreicht. Heute saß ich 7:14h auf dem Rad. Ich hoffe morgen wollen die Beine wieder und ich kann im Mittelfeld mit fahren. Zum Abendbrot gab es heute für diejenigen die wollten eine peruanische Spezialität, Meerschweinchen.
11.09.2016 76km Huancaram – Abancay Heute fuhren wir von unseren herrlich Bushcamp, weiter Richtung Süden. Am Morgen war es erstmal ein wenig bewölkt und Nebelschwaden zogen durchs Gebirge. Doch nach einer Stunde auf dem Rad hat es sich aufgeklart und die Sonne kam raus. Wir hatten am Anfang einen 10km Anstieg, bevor es 30km nur Bergab ging. Es war eine wunderschöne Serpentinenstrecke. Auf 1800m angekommen überraschte uns die Hitze. Es waren gegüllte 40 Grad und es war die ersten Kilometer nicht einfach wieder Bergauf zu treten. Doch ich kam ganz gut wieder rein und konnte guten 15Km in 80min absolvieren und war gegen 14Uhr im Hotel angekommen. Den Rest des Tages bin ich ein wenig durch die Stadt gegangen und habe mich ausgeruht. Morgen steht der letzte Anstieg über 2000m bevor und da will ich fit sein, um vor dem dunkel werden auf dem Campingplatz zu sein.
10.09.2016 67km Andahuaylas – Huancaram (Bushcamp) Heute stand wieder ein langer unbefestigter Weg auf dem Programm. Es ging auf und ab mit Anstiegen um die 10 Prozent und mehr würde ich sagen. Oft bin ich heute im 2 und 1 Gang gefahren, was heißt Geschwindigkeiten nicht höher als 5km/h. Als wir starteten sah es so aus als ob es regnen wird, tief hängende Wolken zogen herüber. Dies hielt die erste zwei Stunden der Fahrt an. Wir passierten den Pacucha District, welcher einen großen See(Lagune) hat. An diesen fuhren wir ein wenig entlang, bevor es wieder relativ steil nach oben ging. Bewundern konnte man heute, wie die Bauern Landwirtschaft betreiben, an den Hängen. Zum einen wird noch viel mit der Hand gemacht und zum anderen gibt es Traktoren die die Arbeit übernehmen. Ein Traktor für einen Hang rückwärts rauf, um dann von oben nach unten zu pflügen. Eine Wenden, wäre nicht möglich gewesen, da er bei dem Versuch mit Sicherheit umgekippt wäre. Dies war heute die letzte Tour auf unbefestigter Fahrbahn. Die nächsten Touren gehen auf befestigter Straße weiter, was das fahren wesentlich einfacher macht. Das heutige Bushcamp liegt auf 3600m und ist umgeben von Incaruinen, mit einer herrlichen Aussicht auf die Berge und den Sternenhimmel. Heute feierten wir das 10jährige Bestehen von Bike Dreams. Die erste Tour von Bike Dreams startete in Paris unter dem Eiffelturm und war Paris-Dakar. Es ist sehr beindruckend, wie professionelle und doch Entspannt die ganze Organisation abläuft. Respekt! Auf die nächsten 10 Jahre.
09.09.2016 Restday Andahuaylas Den heutigen Tag lasse ich ganz entspannt angehen. Erstmal ein wenig Fahrradpflege, dann Wäsche von der Wäscherei abholen, ein wenig lesen und mental auf die nächsten Tage vorbereiten. Die letzten 6 Wochen sind wir 3000km gefahren und haben dabei knapp 40.000 Höhenmeter überwunden. In Berlin ist das mein normales 6 Monats pensum, natürlich ohne den Höhenmetern. Die liegen vielleicht bei 4000m, wenn überhaupt.
08.09.2016 78km Chincheros – Andahuaylas Heute gab es wieder zeitig Frühstück, da eine schwere Etappe für diejenigen auf den Programm stand, die die unbefestigte Straßen nehmen und erneut ins peruanische Hinterland eintauchen wollen. Zum Frühstück wußte ich noch nicht was ich mache, da ich erstmal die ersten 20km abwarten wollte, bevor der Abzweig kam auf die unbefestigte Fahrbahn. Wir starten alle kurz nach 8Uhr. Es ging erstmal 20km auf befestigter Fahrbahn bergauf. Bei mir lief es sehr gut und ich entschloss mich, nach dem sehr frühen Lunch auf die unbefestigte Fahrbahn zu gehen. Es ging erstmal bergab auf sehr holpriger Straße. Die wunderschöne Landschaft zwang mich immer wieder zum anhalten und staunen bzw. Photos machen. Unten angekommen erwartete mich Temperaturen von über 30 Grad und ein Blick auf einen Serpentinenweg, der nichts gutes erwartete. Ich hielt noch einmal in einem kleinen Dorf um eine Cola zu trinken. Da kam dann auch Paul dazu und er aß sein Brötchen mit einer Cola. Danach schauten wir nochmal auf die Wegbeschreibung und los ging’s. Wir quälten uns Kilometer für Kilometer nach oben und haben es nach knapp zwei Stunden geschafft. Nun sollte es von 3600m wieder herab auf 3200m nach Andahuaylas gehen. Die letzten 12km forderten die volle Konzentration. die Straße war so schlecht, dass schon nach 3km Abfahrt die Arme schmerzten und ein Abfahrt mit mehr als 15km/h nicht möglich war. Doch irgendwann hatte das geschinder ein Ende und ich erreichte das Tagesziel gegen 16:30Uhr. Die anderen die die befestigte Straße nutzten waren 3,5h eher im Hotel. Ich fand aber trotz der schwere der Strecke die heutige Etappe sehr schön. Zum Abendbrot haben wir heute ein Vierjahreszeiten Pizza und ein Bier zu uns genommen.
07.09.2016 51km Chumbes-Chincheros Nachdem wir gestern schon ca. 25km von dem heutigen Tag gefahren sind, da wir nicht auf 4000m, sondern 3200m Höhe übernachten wollten, hieß es heute ein relativ kurze Strecke zu absolvieren. Es ging erstmal weitere 30km Berg ab. Danach folgte ein Anstieg wo 1000 Höhenmeter absolviert mußten. Doch heute lief es wesentlich besser und nach 2,5h war die heutige Etappe beendet für mich. Gegen 12:30Uhr haben wir alle Suppe und Brötchen gegessen. Den Rest des Tages habe ich mit lesen verbracht und zum Abendbrot gab es mal wieder Pollos(Huhn).
06.09.2016 107km Ayacucho-Chumbes(Bushcamp) Frühstück gab es heute im viel zu kleinen Vorraum des Hotels um 8Uhr. Ich merkte heute schon beim Frühstück, dass es wohl nicht mein Tag wird. Gegen 9:30Uhr ging die Tour dann los. Erstmal mußten wir aus der Stadt raus, bevor es quasi immer Berg auf bis auf 4100m ging. Zwischen durch nach 4:15Uhr auf dem Rad gab es dann noch Lunch. Ich kam bis dahin, wie schon beim Frühstück vermutet überhaupt nicht so richtig in fahrt. Somit schleppte ich mich auf dem Berggipfel, um dann 27km Berg ab auf eine super ausgebauten Straße zu herab zu rasen ohne die Pedalen zu nutzen. Gegen 17 Uhr habe ich dann das Bushcamp erreicht. Die letzten fahrenden Teilnehmer, kamen mit Licht ins Bushcamp. Es war mal wieder ein langer Tag im Sattel. Ich brauchte für die 107km und 2050 Höhenmeter 7 Stunden.
05.09.2016 Restday in Ayacucho Heute haben ich bis 8:30Uhr im Bett gelegen. Nach dem Frühstück Wäsche gewaschen und ein wenig Fahrradpflege gemacht. Dann habe ich mir ein wenig die Stadt angeschaut. Sie hat einen historischen Kern mit 33 Kirchen. Von allen Städten die wir bis jetzt in Peru gesehen haben, würde ich sagen ist Ayacucho die wohlhabendste. Das Zentrum war sehr gepflegt und das Eis einfach super lecker.
04.08.2016 75km Mayocc-Ayacucho Heute gab es um 7 Uhr Frühstück, da wir so schnell wie möglich den Platz verlassen wollen, bevor die kleinen Sandfliegen wieder kommen. Aber sie waren leider um 7Uhr auch schon wach und wollte nur eins unser Blut. Ich glaube ich wurde noch nie so oft gestochen am ganzen Körper. Am bescheidensten war es als man auf Toilette mußte. Die ersten Kilometer auf dem Sattel hatte ich meine Probleme. Näher möchte ich hier nicht weiter eingehen. Die Fahrt war immer entlang einer Landstraße, die dank das es Sonntag nicht so befahren ist. Als ich in Ayacucho ankam, war es wieder das übliche Bild. Am Rand der Stadt war es sehr dreckig und die Menschen wohnen in sehr einfachen Hütten. Das Hauptgeschäft ist die Autowäsche so scheint es. Je weiter man aber ins Zentrum rein fährt um so höher wird der Standard. Unser Hotel ist mitten im Kolonialen Zentrum und sehr schön. Ich finde es ist ein Optimaler Ort um einen Ruhetag zu haben. Der Ort hat unter anderen 33 Kirchen (1 Kirche pro Lebensjahr von Jesus) und ein paar Plätze die zum verweilen einladen.
03.09.2016 81km Mantaro Damm-Mayocc(Bushcamp) Heute gab es um 8Uhr Frühstück und um 9Uhr gings los. Früher war diese Strecke mal anspruchsvoll, da noch nicht asphaltiert. Jetzt da komplett asphaltiert ist es eine gemütliche Fahrt. Ich wollt nicht zu schnell fahren, da ich ansonsten sehr zeitig im Bushcamp bin und nicht weiß was ich mit der Zeit anfangen soll. Also entspannt radeln und treiben lassen. Es geht mal wieder zwischen zwei Gebirgszügen, entlang eines Flusses. Die Landschaft ist  wieder beeindruckend. Man muss aber höllisch aufpassen, da die Straße zum einen sehr schmal ist und zum anderen LKW’s und Busse um die Kurven geprescht kommen. Im unteren Teil, kurz vor Ankunft, kommt noch starker Wind dazu. Kurz vor 16Uhr erreiche ich das Camp und Tausende von Sandfliegen warten schon sehnsüchtig auf mich. Ich bau fix mein Zelt auf und spring ins Wasser. Das Camp liegt an einem trockengelegten Flußbett mit einer herrlichen Badestelle. Nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist, sind auch die Sandfliegen weg. Ich habe heute Kellnerdienst, was heißt drei weitere Teilnehmer und ich werden das Abendbrot servieren und anschließend abwaschen.
02.09.2016 103km Huancayo – Mantaro Damm (Bushcamp) Heute heißt es abschied nehmen vom Luxus und zurück zur Natur. Naja da ich auch diese Nacht nich so gut schlafen konnte, bin ich nicht sehr traurig darüber. Doch bevor es auf die Räder geht, heißt es erst nochmal das leckere Frühstücksbuffet genießen. Gegen 9:15Uhr geht es dann aber doch los. Es wird den ganzen Tag auf der Straße gefahren. Die ersten 30 Kilometer heißt es erstmal wieder klettern auf 4000m, bevor es dann 30 wieder Berg ab geht und zum Schluß nochmal Berg auf Berg ab im wechsel bis wir an einem Staudamm kamen und dahinter war eine Art Militärgelände, wo wir unser Zeltplatz auf dem Fußballplatz aufstellen konnten. Ich schlafe heute Nacht im Kleinfeldtor.
01.09.2016 Restday Huancayo Nach einer eher schlechten Nacht, habe ich mich gegen 8:30Uhr aus dem himmlischen Bett begeben und bin zum Frühstück gegangen. Ich mußte einfach nur staunen. Es gab ein Frühstücksbuffet. Total untypisch für unsere Reise und ich vermute auch es wird das einzige mal sein. Typisch für Südamerika ist ein oder zwei(wenn es ein guter Tag ist) Brötchen. Dazu gibt es dann zwei kleine Schälchen Marmelade und etwas Butter. An jeden zweiten Tag gibt es dann noch Rührei. Was wir aber hier hatten war Omelett, drei sorten Müsli, Joghurt, Käse, Wurst,gebratene Wiener, gekochte Eier, Marmelade(5Sorten), reichhaltig Obst und Pancakes. Nach dem Frühstück bin ich ein wenig durch die Gassen geschlendert und habe mir ein Bild von Huancayo gemacht. Aufgefallen ist mir, dass Musik und Tanz eine große Rolle hier spielen, was der Stadt wie ich finde sehr gut tun. Nach dem Rundgang habe ich noch ein wenig Fahrradpflege gemacht. Ich finde es macht kein Sinn das komplette Fahrrad zu putzen. Von jetzt an werde ich eine intensive Kettereinigung machen und nach den Mänteln schauen und gut ist. Das war dann auch schon der freie Tag in Huancayo.
31.08.2016 110km Palca-Huancayo Heute gab es zum Frühstück Plinse(oder Pancakes wie hier alle sagen). War sehr lecker. Gegen 8:30Uhr war auch schon alles verpackt und die Tour konnte starten. Es ging erstmal wieder 40km unbefestigt nach oben auf 4120m. Ich dachte mir schon gestern als wir den Plan zum Abendbrot bekamen, dass wird ein langer Tag. Ich sollte recht bekommen. Den Gipfel haben Marc, Louis und ich gegen 12:30Uhr erreicht, wo der Lunchtruck uns begrüßte und wir erstmal ordentlich reingehauen haben da es ja erstmal 30km nur bergab ging. Aber dieses Abfahrt war für mich recht anspruchsvoll, da es eine Art Sandstraße war die 3m breit war und dann 100m tief in den Abgrund ging. Ebenfalls war es eine Serpentinenstrecke. Die Landschaft war mal wieder überwältigend. Nachdem wir fast auf der Asphaltierten Strecke waren, durchfuhren wir noch ein kleines Dorf, wo ein riesiges Volksfest mit Musik und Tanz gefeiert wurde. Wir machten kurz stopp und lauschten ein wenig der Musik und bewunderten die Tänzer/innen. Als wir dann auf der befestigten Straße waren, hieß es noch 40km. Es war kurz nach drei und ich wollte gegen 16:30Uhr im Hotel sein. Also ünernahm ich die Führung und gab Gas. In Huancayo angekommen war erstmal absolutes Verkehrschaos. Die Taxis hupten, die Kleinbusse hielten an um Leute ein und aussteigen zu lassen und dann noch aller 500m diese Geschwindigkeitsstopper. Einfach nur anstrengend, besonders wenn mann schon über 100km hinter sich hat. Aber nichts desto trotz(aus der Nase kommt kein Honig) haben wir das wunderschöne Hotel Turismo in Huancayo erreicht und freuen uns auf einen Tag Ruhe, bevor der Wahnsinn in die dritte Runde geht. Wir haben nämlich heute Sektion 2 beendet. 🙂
30.08.2016 91km Junin-Palca (Bushcamp) Heute morgen war es wieder mal eisig kalt. Frühstück draußen bei 5Grad. Halleluja. Dann die Touransage 85km offroad. Es geht über Stock und Stein und 1500m Anstieg, dafür aber Landschaft traumhaft schön. Wenn Rob schon sagt das die Piste nicht so gut ist, dann hat dass was zu bedeuten. Sofort wurde gefragt ob es eine Alternative Route gibt. Nach mehreren hin und her meinte er dann ja gibt es und 25 Leute Entschieden sich für die Alternative gepflasterte Straße mit weniger Landschaft. Es gab listige Diskussion darüber. So ja wir sind wegen der Natur hier, aber haben auch noch 90 Tourtage vor uns. Als nach den letzten zwei letzten doch recht anstrengenden Tage ging es auf die Straße und nicht in die Natur. Es war eine gute Tour ohne große Anstrengung. Leider habe ich bei einer der Abfahrten meine liebgewonne schwarze Laufjacke verloren. Wir hatten schöne 8 Jahre zusammen. Das Bushcamp war ein ganz besonderes diesmal. Wir campten in eine Art Freizeitpark. Bitte nicht mit HeidePark Soltau oder Walt Disney vergleichen. Es gab einen kleinen Pool eine Rutsche, zwei Seilparkurs und eine Bar. Es war nett und wir hatten ein Klo im Bushcamp wow…
29.08.2016 83,9km Cerro de Pasco – Junin Nachdem ich die Nacht nicht so gut geschlafen habe ging es von der Industriestadt raus, suf befestigter Straße Richtung Süden. Hier sahen wir ein komplett anderes Bild der Stadt, als bei der Ankunft, wo es erstmal du die städtische Müllhalde ging. Wir sahen das Fußballstadium und andere interessante Gebäude. Nach ca 30km verließen wir die Straße und bogen auf unbestigte Straße ein in das Reserva Nacional de Junin. Es ist eine Art riesige ebene Plattform auf über 4000m Höhe. Es war ein einzigartiges Bild diese Landschaft mit Alpakas, Flamingos, Schafen und Rindern zu sehen. In mitten des Reservars war ein See der wohl ein Großteil der Fläche in der Regenzeit einnimmt. Wir hatten herrlichen Sonnenschein bei um die 16Grad würd ich sagen. Nachdem wir allerdings gegen 16:20 Uhr in Junin(Stadt)ankamen, fühlte man schon, dass es wieder kälter werden wird, je später es wird. Wir befinden uns ja noch auf 4000m Höhe. Also heißt es wieder schnell noch was zum Abendbrot essen und dann ins Bett(gegegen 20 Uhr).
28.08.2016 104,6km 7:38h 2550Höhenmeter Huanuco – Cerro de Pasco Heute sollte es nun richtig ernst werden, nachdem wir den höchsten Punkt der Etappe bereits passiert haben, die Königin der Anden bewundert haben, drei Tage Bushcamp überstanden haben, stand heute die Königsetappe von Peru auf dem Programm. Es ging bei ca.18Grad aus Huanuco los auf 1900m. Ein Stadt die warme Temperaturen gewöhnt ist eine südländischen Flair verkörpert. Die ersten 60km gingen auf Asphaltierter Straße. Da dachte ich mir hängst du dich an eine Gruppe und bleibst so lange dran wie möglich. Es war anfangest eine sehr große Gruppe von 16 Leuten. Dann aber irgendwann erhöhte Rob das Tempo und die Gruppe riss auseinander. Ich habe mich an die letzte Gruppe gehangen die gutes Tempo machten, was ich mithalten konnte. So schafften wir die ersten 60km bis zum Lunchtruck in guten 2,5h. Das war sehr gut wie sich später herausstellen wird. In den ersten 60km, haben wir gerade mal 900 Höhenmeter absolviert. Das heißt nach der Pause 40km, unasphaltiert 1600m Berg auf. Nach dem Lunch fuhren wir wieder zu sechst los, aber schon nach 2km mußte ich die anderen ziehen lassen. Die ersten 10km gingen über sehr steinige Wege und Geschwindigkeit um die 6km/h zeigte mein Tacho an. Ein kurzer überschlag ergab, dass wird knapp heute vor 18Uhr an zu kommen wenn es so weiter geht. Bei Kilometer 75 war dann meine Motivation am Ende und ich brauchte eine Drink der mich voran bringt. Hier in Südamerika sollte es eigentlich InkaCola sein, aber die schmeckt mir nicht, somit ist es meisten Coca-Cola (sorry). Und siehe da, nach der Pause und ein wenig Musik in den Ohren zeigte das Tacho 15-20km/h an. Das lag allerdings nicht nur an Coca-Cola, sondern die Straße wurde auch besser. Dieses gute Gefühl hielt bis Kilometer 90 an. Dann passierte ich die 3500m Höhenmarke und die Höhenkrankheit schlagt wieder zu und jede Umdrehung wird schwerer und schwerer, je höhen man kommt. Ich mußte streckenweise anhalten und schieben, da die Pumpe einfach Zuviel leisten mußte. Doch irgendwie näherte ich mich den 100km Marke und auf einmal überholte mich ein TukTuk mit einen Fahrrad hinten drauf. Da konnte auch einer aus unserer Gruppe nicht mehr. Ich entschloß das nächste TukTuk zu nehmen, auch wenn es nur noch 4km waren. Leider kam kein TukTuk mehr. An der Stadtgrenze angekommen fühlte ich mich in einer riesigen Müllhalde die ich durchqueren mußte. Ich dachte hier kommt bestimmt kein Tourist her. Es leben in der Stadt ca 70.000 Menschen, die Mienenarbeiten machen und von viel Gold und Silber träumen. Ich erreiche das Hotel gegen 17:00uhr und habe die Etappe geschafft. Mittlerweile sind 5Grad und es wird langsam dunkler. Wir haben draußen Suppe gegessen und die Tour ausgewertet., Nachdem wir fertig waren mit dem Abendbrot gegen 20uhr waren es bereits unter null Grad. Ich kann sagen, heute war ein Sonntag wo man einfach eisern sein mußte und treten treten treten mußte. puhhhh
27.08.2016 Restday Huanuco Heute war ein Ruhetage, wo es hieß Wäsche waschen, Fahrradpflege und ein wenig die Zeit vertreiben und irgendwie den morgigen Tag verdrängen. Die Wäsche waschen übernahm eine Lavanderia, für einen schmalen Taler. Die Fahrradpflege wurde zum Teil in einer Waschstraße gemacht und die Feinarbeit machte ich im Hotel. Ich kann nur sagen, dass Rad sah danach aus wie neu. Nachdem das erledigt war ging ich mit Rogier eine Kleinigkeit essen und den ersten Kaffee aus einer Espressomaschine trinken. Wow was war dass für ein Genuss. Danach machten wir nicht mehr viel da die Moskitos sehr lästig waren und ein jede freude an Stadtbesichtigung vertrieben.
26.08.2016 103km Jivia(Bushcamp III)-Huanuco Nach einer ziemlich unruhigen Nacht ging es gegen 8:20Uhr los. Es standen 42km Berg auf, auf unbefestigter Straße und 61km Berg ab auf befestigter Straße auf dem Plan. Schon nach wenigen Kilometer merkte ich, dass es nicht so richtig rund läuft und ziemlich schwer werden wird. So war es dann auch. Ich quälte mich den Berg rauf und machte eine längere Pause am Lunchtruck. Nach der Pause ging es nur noch Berg ab, allerdings war die Straße sehr schlecht und man mußte sehr konzentriert fahren. Ich war nach der Fahr einfach nur froh, dass ich es geschafft habe und den nächsten Tag eine Pause habe. Die Landschaft habe ich so gut wie garnicht wahr genommen, da ich einfach nur ankommen wollte. Huanuco ist eine sehr lebhafte Stadt, mit vielen TukTuks und viel Musik.
25.08.2016 50km Hullanca-Jivia(Bushcamp III) Da meine Hand noch geschwollen war und ich bei Harry im Buch gelesen habe, dass die unpaved Route wieder sehr steinig sein soll, entschloss ich im Truck mit zu fahren. Es ist jedes mal ein merkwürdiges Gefühl nicht mit zu radeln, aber ich denke morgen sitzt ich wieder im Sattel. Die fahrt im Truck verlief ziemlich unspektakulär. Wir machten auf halber Strecke noch stopp und besuchten eine weitere Incaausgrabung, auf ca.3800m. Die Anfahrt war sehr steil und auf einmal waren wir auf eine riesigen ebenerdige Landschaft. Als wir gegen 14:30Uhr an unserem Bushcamp ankam, halfen wir der Crew Abendbrot zubereiten. Was hieß 5kg Bohnen schnippeln. Es gab heute zum Abendessen ein Curry, was wiedermal sehr lecker war. Trotz der viele radelei, habe ich jede Woche das Gefühl, ich nehme stetig zu. Naja ich werde es sehen, wenn ich wieder in Deutschland bin.
24.08.2016 89km 6:29:43h Huascaran-Bushcamp II Das Frühstück wurde heute auf 8Uhr verschoben, damit die Sonne ein wenig mehr wärme spenden kann, was sie zum Glück auch tat. Auf den Zelt war heut morgen noch Tau und meine Trinkflasche die ich draußen lies hätte Eiswürfel. Wir starten gegen 9:30 Uhr auf die anstrengste Tour bis heute. Es ging erstmal weite über Holpersteine für 16km. Dafür brauchte ich knapp 3h. Auf 4820m hatten wir unseren heutigen Lunch. Alle waren begeistert von den riesigen Bergen und genervt von der schlechten Strecke. Aber egal da mußten wir jetzt durch. Nach weiter weiteren 20km erreichten wir den höchsten Punkt der gesamten Tour. Wir waren auf 4885m. WOW. Als ich mit Paul da war, waren wir sehr stolz, dass wir es geschafft haben. Wir machten ein Photo und brausten runter. Prompt fang es auch an erst mit Hageln und dann tiefer mit regnen. Somit konnte man nicht einfach die 1800m runtersausen, sondern mußte sehr konzentriert fahren und frieren. Leider hatte ich dann noch einen kleinen Unfall. Kurz vor dem Bushcamp kamen drei Hunde, die ich erst sehr spät sah. Als ich auswich steuerte ich voll in ein Loch und stieg über den Lenker ab. Ich verletzte mich dabei an der Hand und den Knien. Doch gegen 17Uhr habe ich das Bushcamp erreicht und schnell das Zelt aufgebaut, da es ja gegen 18uhr dunkel wird. Danach hat Robert noch meine Wunden desinfiziert und mit Pflastern versorgt. Die letzten kamen ersten gegen 19:30 Uhr an. Alle waren froh das sie es geschafft haben.
23.08.2016 56,1km 3:55:47h Huaraz-National Park Huascaran Heute ging es vom Hotel aus gegen 8:30Uhr zum ersten von drei Bushcamps. Die ersten 41km waren auf der Straße, wo wir sehr gut voran kamen. Am Eingang zum National Park(41km) wartet der Lunchtruck auf uns und wir stärkten uns für die letzen 15km, die auf unbefestigter und sehr steiniger Straße lang führte. Nach knapp zwei Stunden für die 15km erreichte ich das Bushcamp auf 4200m Höhe. Dies ist das höchste Bushcamp was wir auf der ganzen Tour haben. Wir hatten heute schon um 17Uhr Abendbrot da es kalt wird. Somit waren alle gegen 19Uhr im Zelt. Leider hatte ein Mitfahrer die Höhenkrankheit und mußte gegen 20Uhr 1000m tiefer mit den Truck gebracht werden. Das Zelt und der Schlafsack hielt mich warm, sodaß ich einigermaßen schlafen konnte.
22.08.2016 Restday in Huaraz Heute sind wir zu sechs zu einem schönen Wanderweg mit dem Taxi gefahren. Dort angekommen, machten wir eine ca 4km lange Wanderung zu einem sehr schönen Bergsee auf 4400m. Als wir zurück kamen nach Huaraz kaufte ich noch eine Freizeithose und packte meine Sachen. Die nächsten drei Radtage werden wohl laut Harry sehr hart. Wir radeln bis auf 4880m höhe und übernachten über 4000m die nächsten drei Tage. Halleluja. Ich werde mich dann hoffentlich ende der Woche wieder mit Berichten melden.
21.08.2016 69km Caraz-Huaraz Die letzte Tour bevor den nächsten Rest Day stand auf dem Plan. Überschaubare 70km mit 1200 Höhenmeter. Die Strecke war voll geteert und sehr gut zu fahren. ich entschloß mich die ersten 10km an die schnelle Hauptgruppe an zu schließen bevor ich alleine weiter radelte. Ich fühlte mich sehr gut und konzentrierte mich auf Herzfrequenz und Trittfrequenz. schon nach wenigen Kilometer sah ich ein Teil der Hauptgruppe, die auch langsamer wurden. Ich überholte sie und bemerkte, dass sie wohl nicht folgen konnten. Am Lunchtruck angekommen war ich vierter. Ich machte etwas länger Pause als die anderen, somit fuhr ich auch den zweiten Teil allein. Ich finde im Gebirge komme ich alleine besser klar, da ich mehr auf mich hören kann und mich nicht so auf die Gruppe anpassen muss.Wobei ich an schweren Tage mich in der Gruppe eher zusammenbeiße und mitziehe. Egal wir haben noch jede Menge Touren, wo ich meinen Weg finden kann. In Huaraz angekommen, schlief ich erstmal zwei Stunden und ging dann mit Rogier zum Inder Abendbrot essen. Das Essen war richtig lecker und scharf. Wir sahen sehr viele Touristen, die den Anschein nach aus Amerika oder Europa kamen. Die Region hier ist für Wanderer sehr beliebt, da es spektakuläre Seen und Berge bis 6500m gibt.
20.08.2016 75km Bushcamp-Caraz Vom Bushcamp startet wir heute weiter in Richtung Anden. Es standen 75km immer Berg auf, auf dem Programm. Wir fuhren weiter entlang der Entenschlucht für 60km. Es war hauptsächlich ungeteerte Straße und sehr viele Tunnel. Ich tat mich sehr schwer damit, kam den ganzen Tag nicht so richtig im Tritt. Hatte bei Start der Strecke nur easy 75km im Kopf dachte nicht, dass ich mich so schwer tue auf dem Rad heute. Nicht desto trotz(aus der Nase….) war die Landschaft wieder überwältigend und Rob meinte beim Start, dass es einer der schönsten Strecken der gesamten Tour ist. Wären die 1600 Höhenmeter nicht gewesen hätte ich es glaube auch noch intensiver wahrgenommen. In Caraz angekommen bezog ich mein Zimmer, dass ich diesmal mit zwei weiteren Leuten teilte(Rogier und Hans). Zum Abendbrot gab es mal wieder Chicken mit Pommes…
19.08.2016 87,5km 4:30:25h Bushcamp-Bushcamp Heute morgen fuhren wir weiter Richtung Landesinneren, Richtung Anden. Es ging mehr oder weniger die ganze Zeit entlang eines Flusses, auf einen mehr oder wenigen abgelegenen Straße. Die Landschaft trotz immer noch Steinwüste war sehr beeindruckend. Die Felswände stiegen einfach nur so empor vom Fluß. Man konnte öfters seinen Augen kaum glauben, was die Natur da erschaffen hat. Leider muss ich heute auch meinen ersten Platten vermelden. Es passiert im letzten Tunnel, auf einmal war hinten die Luft raus. Ich bin mit Kanada Paul angehalten(notgedrungen) und wir haben den Übeltäter gesucht. Leider aber nicht gefunden. Dann kamen zum Glück Jos und Marc dazu und halfen. Jos fand erst dass Loch im Schlauch und später auch noch die Nadel im Mantel. Gott sei Dank, sonst hätte ich nach 10m fahrt gleich wieder flicken können. Unser heutiges Bushcamp liegt auch gleich am Fluß an dem wir heute oft links und rechts entlang gefahren sind. Der Aufbau der Zelte wurde durch starken Wind erschwert und die Heringe gingen nicht in den steinigen Boden. Doch dank Marc’s hilfe haben wir dann doch mein Zelt zum stehen gebracht. Zum Abendbrot gab es heute KartoffelMöhren Püree mit Bratwurst. War wieder sehr lecker.
18.08.2016 107,24h 4:40:29h 126bpm Huanchaco- Bushcamp Heute hieß es wieder Sachen packen und auf Rad und los. Nach dem Frühstück und beladen der Trucks ging es gegen 9Uhr los. Wir radelten erst eine ganze Weile parallel zum Pazifik, bevor wir dann ins Landesinnere abbogen. Das wars mit dem Meer bis 13. Dezember. Bis Kilometer 98 fuhren wir auf der PanAmerika, um dann auf die unbefestigte Straße ab zu biegen. Es waren sehr beindruckende 10km bis zu unserem Bushcamp. Wir durchfuhren eine Art Steinwüste und die Berge kann man wieder sehr. Unser Bushcamp ist auch genau in dieser Wüste, allerdings mit etwas feineren Steinen. Zum Abendbrot gab es Spaghetti mit Gemüse und Fleisch. Sehr lecker. Als wir fertig waren kam noch der Vollmond hinter dem Bergen hervor.
17.08.2016 Restday II Heute wollte ich eigentlich nach Trojilla fahren und mir die Stadt anschauen. Allerdings riet mir Anton davon ab, da es laut und nicht wirklich was zu sehen gibt. Also blieb ich in Huanchaco und laß ein wenig und schaute den Surfern am Strand ein wenig zu. Am Abend saßen wieder viele beim Abendbrot zusammen und schauten noch ein wenig Olympia.
16.08.2016 Restday I Der erste von zwei freien Tagen. Heute habe ich erstmal die Internetseite mit Texten und Bildern befüllt. Danach habe ich mich auf den Weg nach Chan Chan gemacht. Dies ist eine riesige Ausgrabungsstätte von ca.35km^2. Einen Überblick verschaffte ich mir erstmal im Museum, bevor ich dann mit einen Guide und Pascal aus München die Ruinen besichtigte. Der Guide erklärte alles sehr gut und es ist beeindruckend gewesen über was die 900-1500 schon alles bedacht haben. Danach bin ich noch Fisch essen gegangen und habe den Abend mit Olympia ausklingen lassen.
15.08.2016 112km 5:12:04h 104bpm Pacasmayo-Huanchaco Heute war eine entspannte Stimmung am Frühstückstisch. Uns trennen noch 112km von einem Doppelpack Ruhetag. Also schwangen wir uns auf die Räder und radelten los. Nach wenigen Kilometer merkte ich bereits mein Hintern und mir war klar es wird doch ein hin und her gerutsche auf dem Sattel. Aber nach gut 5h war auch dies geschafft und wir sind am Pazifik erneut angekommen. Zu der Radstrecke ist nicht viel hu sage , da es wieder sehr eintönig war. Aber schon nach den zwei freien Tagen geht es zurück in die Berge und ich bin mir sicher, dass eintönig manchmal doch besser ist als endlose Anstiege. Schauen wir mal…
14.08.2016 119km 5:22:04h 104bpm Lambayeque-Pacasmayo Heute ging es wieder gegen 8Uhr los. Es stand eine lange Eintönige Tour auf dem Programm. Es ging über viele Kilometer durch Wüstenlandschaft, wobei man sagen muss, dass es einfach nur aufgeschobener Sand ist unter dem sich Müll verbirgt. Ab und zu konnte man es riechen. Also radelten wir einfach und versuchten so schnell wie möglich durch zu kommen. Als wir um die 100km ankamen, fragte ich mich wo wir hier schlafen sollen, weit und breit keine Stadt geschweige denn der Pazifik. Doch dann nach 115km konnte man etwas sehen und wirklich nach 119km waren wir am Pazifik in einem sehr schönen Hotel. Pacasmayo hat eine sehr schöne Strandpromenade die zum schlendern einlädt. In Pacasmayo waren wir dann noch Abends Pizza essen und konnten Usain Bolts 100m Lauf im Fernsehen live bewundern.
13.08.2016 73,4km 2:48:04h 104bpm Motupe-Lambayeque Nachdem wir gefrühstückt haben, Zelte abgebaut und alles in dem Truck verpackt haben ging es gegen 8:45Uhr los. Heute entschloß ich mich in der Gruppe zu fahren, auch wenn es nur knapp 75km sind. Das lief sehr gut und nach nicht einmal 3h und ohne Berg waren wir in Lambayeque. Wir sind in einer sehr schönen Ferienanlage mit Swimmingpool. Das Wetter ist sehr schön und wir werden den Tag entspannt ausklingen lassen. Noch zwei Radtage bevor zwei freie Tage auf der Agenda stehen.
12.08.2016 148,7km 6:35:43h 118bpm Chulucanas-Motupe Heute stand die bislang längste Strecke auf dem Programm. Nachdem ich gestern alleine gefahren bin, entschloß ich mich auch heute als Einzelkämpfer. Dies lieg auch recht gut bis zum Lunchtruck bei Kilometer 70. Die Gruppe von 10 Leuten ist weiter gefahren als ich antraf und fragte noch ob ich mich anschließen wollte. Ich verneinte, da ich erstmal ein Pause brauchte. Also machte ich mich nach der Pause alleine auf den Weg. Die ersten 20-30km waren noch OK, aber danach ging nichts mehr. Ich quälte mich von einen Kilometer zum nächsten. Bei Kilometer 120 entschloß ich mich auf den Truck zu steigen, wenn er mich überholt. Er kam und kam aber, nicht. Als ich dann in die Tankstelle ging um eine Cola zu kaufen, sah ich wie der Truck vorbei fuhr. Also hieß es auch noch die restlichen 20km, inklusive einen kleinen Anstieg zu absolvieren. Gegen 16:30Uhr erreichte ich dann endlich das erste Bushcamp der Tour. Es war ein großer Platz in Motupe, wo anscheint auch die Esel ab und zu campieren, da man erstmal sein Zeltstellplatz von getrockneten Kot beseitigen mußte. Das Zelt war fix aufgebaut und es ging zum gemütlichen Part. Gegen 19Uhr gab es das Abendbrot. Die Crew bereitete Pasta mit Fisch und Gemüse. Es war sehr lecker. Gegen acht ging ich dann ins Zelt.
11.08.2016 127,4km 6:10:06h 128bpm Macara-Chulucanas Heute war es dann soweit, wir haben Ecuador verlassen. An der Grenze hat es ca. 2h gedauert bis alle von der Gruppe durch waren. Dann gingves los 125km mehr oder weniger flach. Die ersten 20km waren interessant, danach wurde es sehr eintönig. Lange Strecken lang nichts außer Felder links und rechts und aber leider auch sehr viel Müll entlang der Straße. Es roch sehr oft nach Mülldeponie. So entschloß ich mich ein wenig mit Musik ab zu lenken. Ein Ereignis auf der Tour war noch die Überquerung eines kleinen Bachrs der über die Straße gelaufen ist. Eine Gruppe von 13Leuten vor mir ist mit geringer Geschwindigkeit hineingefahren und der erste ist gleich gestürzt. Daraufhin wollten die anderen Ausweichen und sind auch alle gestürzt. Dies mus sehr lustig ausgestehen haben, als in kurzester Zeit 13Fahrradfahrer im Wasser lagen. Als ich an die Stelle kam warnte mich Theo und Paul und ich überquerte den Bereich mit großer Vorsicht. Das wars auch für heute. Auf den ersten Blick scheint Peru sehr viel armer zu sein als Ecuador…
10.08.2016 92,4 4:40:47 119bpm Catacocha-Macara Heute morgen herrschte Gelassenheit am Frühstückstisch. Eine einfache Strecke wartete auf uns meistens Bergab, so Rob. Als ich die Kopie bekam wunderte ich mich ein wenig, da Bergab und trotzdem 1400 Höhenmeter. Egal wir starteten bei herrlichem Sonnenschein und es ging erstmal weite Strecken bergab. Ab und zu mal ein wenig bergauf, aber kein Problem. Somit war der Lunchtruck nach 53km noch vor 11Uhr erreicht. Heute hatten wir ein besonders schönen Pausenplatz, unter einer Brücke am Fluß. Einige gingen auch sich abkühlen. Nach der Mittagspause wartete ein Berg auf uns. 600 Höhenmeter. Eigentlich kein Problem, doch heute waren 35 Grad(geschätzt) und kein Wind. Jeder Tritt war verdammt schwer und ich schwitze ohne Ende. Doch irgendwann war auch diese Strapaze vorbei und es ging die letzten 10km wieder bergab nach Macara. Macara ist eine Grenzstadt zu Peru mit einem kleinen Flughafen. Landwirtschaftlich wird hier meines erschtens Reis angebaut. Überall hat man satte grüne Felder gesehen, die unter Wasser standen. Eigentlich laut Wikipedia ist diese Region, durch Kaffeeanbau berühmt, davon war aber heute zumindest nichts zu sehen.
09.08.2016 97,8km 5:51:06h 120bpm Loja-Catacocha Heute standen wieder über 2000 Höhenmeter suf dem Programm. Das hieß wieder lange am Berg unter 10 km/h fahren. Doch das Wetter spielte mit und somit radelten wir alle kurz nach 8Uhr aus Loja. Nach 15Km Anstieg haben wir den ersten Gipfel erreicht und es ging über 25km steil Bergab. Das war eine richtige Serpentinenstrecke. Man mußte extrem achtsam sein, da immer mal wieder große Löcher im Asphalt waren. Mich überraschte diesmal kein Hund in der Kurve sondern ein Esel. Zum Glück kam kein Gegenverkehr und ich konnte auf die Gegengerade ausweichen. Unten im Tal war dann auch schon der Lunchtruck, nach nicht einmal 40km. Das hieß nach der Pause waren es noch 58km zu fahren. Ich habe den zweiten Berg sehr ruhig angegangen, da bis zum nächsten Ruhetag ja noch 6 Fahrtage folgen. Gegen 15:30 Uhr habe ich dann Catacocha erreicht. Ein sehr schönes kleine Stadt auf dem Berg, welches ein modernes Krankenhaus hat. Zum Abend war wir ein letztes mal typisch Ecuadorianisch gegessen, bevor es morgen nach Peru geht. Ecuador hat mir sehr gut gefallen. Die Menschen waren stets freundlich, auch wenn es Verständigungsprobleme gab. Die großen Städte waren sehr hektisch und es war immer ein reges Treiben. Die Landschaft ist wunderschön und die Anden sind einfach überwältigend. Mein „Andenhobel“ hat mich gut über die erdten Berge gebracht. die Rohloffübersetzung ist sehr gut und die Schaltung läuft wie ein Schweizer Uhrwerk.
08.08.2016 Ruhetag in Loja Heute ist der zweite Ruhetag und ich war den halben Tag damit beschäftigt die GPS Daten für die hälfte von Peru auf meine Uhr zu laden. Jetzt bin ich aber froh das es geklappt hat und ich durch Peru zumindest ein wenig weiß wo ich lang radeln muss. Habe mir dann noch kurz Loja angeschaut. Es ist eine wesentlich ruhigere Stadt, als die anderen Großstädte. Es gibt einen „Central Park“ mit einer Kirche und ansonsten, viele kleine Geschäfte für den Alltag. Ich glaube viele Touristen verirren sich nicht hier her. Ab morgen heißt es wieder radeln und der nächste Ruhetag ist erst in 7 Tagen wieder.
07.08.2016 98,8km 6:45:34h 115bpm Oña-Loja Heute ging es von Oña nach Loja. Es standen 2000 Höhenmeter auf knapp 100km auf dem Programm. Ebenso konnte man nach knapp 60km entscheiden, ob man auf der PanAmerica bleibt oder die ungepflasterte Sandstraße nutzt. Aus Oña raus war das Wetter OK und der erste Anstieg kam auch gleich. 15km bergauf. Ich wollte heute mal Intervallfahren ausprobieren, da ich so richtig noch nicht meinen Rhythmus am Berg gefunden habe. Dies lief richtig gut. Ich hatte ein wenig Abwechslung und fuhr gleich im Mittelfeld mit. So kann es weiter gehen. Ich erreichte somit relativ schnell den ersten Gipfel. Leider begann es auch gleich mit regnen und die Abfahrt mußte etwas vorsichtiger absolviert werden. Der zweite Berg kam gleich darauf und es ging wieder rauf über 15km. Ich machte das gleiche Spiel wie am ersten Berg und nach gut 2:30h habe ich die 45km erreicht, wo der Lunchtruck auf uns wartete. Das erste mal konnte ich noch den Führenden im Feld beim Mittagessen sehen. Was heißt, ich kann keine 30min später die 45km erreicht haben. Leider regnete es immer noch und dies sollte auch bis zum Ende so bleiben. Nichts desto trotz entschied ich mich für die Sand(Schlamm)strecke. Es ging größten Teil entlang eines Flußes und man fuhr an kleinen Siedlungen vorbei. Hier wurde sofort klar, dass man in einer ärmlicheren Region als die anderen Tage ist. Ich bin der Meinung, dass entlang der PanAmerika sich eine Art Wohlstand entwickelt hat, und sobald man diese Route verläßt, sieht man das wirklich Leben von Ecuador. Durch den Regen war die Strecke sehr matschig und schlecht befahrbar. Ich brauchte eine halbe Ewigkeit um Loja zu erreichen. Aber gegen 16Uhr war es geschafft und nach der warmen Dusche, waren die Strapazen auch schon fast vergessen, Um 17Uhr (0Uhr Holländischer Zeit) feierten wie Ypes(unser Mechaniker) Geburtstag.
06.08.2016 108km 120bpm, 6:05:18h Cuenca-Oña Heute sollte es mal wieder ernst werden. 1900 Höhenmeter standen auf dem Programm. Ernstmal hieß es allerdings aus Cuenca herauskommen. Dann noch 20km leicht bergauf radeln und dann einmal rechts um die Kurve und da war er auch schon, der erste Berg des Tages Tinajilla mit 3437m. 20km radeln unter 10km/h und irgendwie will kein Rhythmus reinkommen. jeder Tritt fällt schwer und irgendwann ist es dann doch geschafft. Nach knapp 50km erwartet uns der Lunchtruck mit Brötchen, Obst, Gemüse und aufmunteren Worten. Frisch gestärkt und hoffend das die steile Abfahr gleich beginnt, schwang ich mich aufs Rad. Doch irgendwie begann die 20km steile Abfahrt erst nach 15km, also erstmal wieder reintreten. Doch dann gehts im Eiltempo bergab von 3200m auf 1900m in weniger als 30min. So tief war ich seit meiner Ankunft in Quito noch nicht. Aber an durchatmen war nicht zu denken, da es gleich wieder auf 2400m hochging. Quälend aber wesentlich besser als der erste Berg schleppte ich mich hinauf und erreichte Oña 15:30Uhr. Oña ist ein schönes kleines Dörfchen mit herrlichen Panoramablicken.
05.08.2016 Ruhetag in Cuenca Heute Haben wir unseren ersten Ruhetag von 29. Ich ließ es recht ruhig angehen. Frühstücken gegen 8:30. Dann habe ich noch ein paar E-Mail beantwortet und beim Fahrrad den Sattel gewechselt, da ich noch nicht zufrieden bin und die ersten Wundstellen da sind. gegen 13Uhr haben uns dann doch auf die Straße begeben und die Altstadt erkundet. Man muss sagen, dass Cuenca bis jetzt die gepflegteste und modernste Stadt auf unserer Tour ist. Mit ihren vielen Kirchen wirkt es auf mich wie Florenz( ein wenig). Zu abend haben wie zweimal bei Italiener gegessen. Morge gehts wieder um 6:30uhr aus den Federn.
04.08.2016 77,5km 3:43:46h 116bpm Ingapirca-Cuenca Heute morgen habe ich mich entschlossen doch wieder aufs Rad zu steigen. 100% fit bin ich noch nicht, aber 75km und 1000Höhenmeter schienen machbar. Wir starteten nach dem Frühstück gegen 8Uhr. Es war immernoch sehr frisch, um die 7Grad. Nach 5km einradeln ging es gleich bergauf für knappe 10km. Dies fiel mir sehr schwer, da zum einen noch nicht wieder fit und zum anderen sehr frisch.Doch irgendwann war auch dies geschafft und es ging für ein langes Stück bergab. Unten angekommen war es dann auch wesentlich wärmer und es machte wieder spaß Fahrrad zu fahren. In Cuenca angekommen, der deittgrößten Stadt von Ecuador, war eine Baustelle nach der anderen. Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft und sind im Hotel Espania angekommen. Hier werden wir morgen unseren ersten Ruhetag verbringen, bevor es wieder hinauf geht in die Andenhöhen. Ich glaube nicht ohne Grund folgt nach zwei Fahrradtagen, der nächste Ruhetag. Lassen wir uns überraschen…
03.08.2016 0km Chunchi-Ingapirca Am morgen ging es meinem Magen etwas besser, aber an Radfahren war leider nicht zu denken. In der Nacht hat es auch noch meinem Zimmerkollegen Rogier erwischt und Marc. Wir nahmen also alle Platz im Truck. Es war ein merkwürdiges Gefühl, die anderen beim radeln zu zu sehen. Aber so ist es halt und ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte mal gewesen sein. In Ingapirca angekommen besuchten wir die Inca Ruinen. Es regnete und war sehr kalt(6Grad). Aber unserer Guide erzählte sehr imposant von den Incas, somit verging die Zeit sehr rasch. Der best erhaltenste Tempel in den Ruinen ist der Sonnentempel. Gegen 19Uhr haben wir dann alle zusammen Abendbrot gegessen. Es gab Kartoffeln mit Gemüse und Klopsen. War sehr lecker und ist mir gut bekommen.
02.08.2016 35km 2:14:50h 117bpm Alausi-Chunchi Heute ging es kurz vor sieben Uhr aus den Federn, um pünktlich zum Frühstück um 7Uhr zu erscheinen. Heute gab es zur Abwechslung mal Porridge. War sehr lecker und nährreich. Vier Leute aus unserer Gruppe haben ein Zugticket erworben, um eine 2,5h Tour mit dem Zug um Alausi zu machen, Der rest startete gegen 8Uhr in Richtung Chunchi. Es begann gleich mit einen Anstieg, bevor es einige Kilometer bergab ging. Der erste Teil der Abfahr mußte man stark mit reintreten, da der Wind von vorne kam und trotz Gefälle kein Lockeres runterrollen möglich war. Dafür half aber der Wind bergauf. Die Landschaft war auch heute wieder einmal überwältigend. Wir hielten an verschieden Stellen, um die Natur zu genießen und in Photos fest zu halten. Gegen 11:30 Uhr erreichten wir dann auch schon Chunchi. Gegen 12:30Uhr haben wir mittag gegessen und danach habe ich mich hingelegt, da ich fühlte irgend etwas stimmt nicht mit mir. Dies bestätigte sich dann auch gegen 18uhr. Ich mußte mich übergeben und lag flach.
01.08.2016 89,7km 4:55:36h 128bpm Riobamba-Alausi Heute ging es von Riobamba gegen 9:00Uhr los. Alle waren sehr nervös, da 2200 Höhenmeter auf der 89km langen Strecke auf dem Programm standen. Als wir aus der Stadt rausfuhren, haben wir gleich die PanAmerika verlassen und sind auf ruhigeren Straßen gefahren. Man konnte zum ersten mal die schöne Umgebung genießen. Nachdem wir den ersten Berg passiert haben, ging es kurz steil Berg ab(wie meistens übrigens), um dann auf 40km stetig Bergauf zu radeln. Das gute heute war, dass es sehr leichte Anstiege waren und auch immer mal eine kleine Abfahrt reinkam. Somit lief es heute sehr gut und ich war zufrieden als ich mit Jos gegen 15:30 Uhr im Hotel zu Alausi ankam. Zu den 2200 Höhenmetern ist zu sagen, dass dies nur 1500m waren und die restlich 700m morgen folgen auf der 35km Strecke. Die Menschen die wir in den Dörfern sahen, haben uns immer freundlich gegrüßt und gefreut bunt gekleidete Personen auf dem Rad zu sehen. Alausi ist eine sehr schöne kleine Stadt, die dank der Eisenbahn einen Aufschwung erlebte. Waren abends noch beim Chinesen essen. Habe ein riesen Teller Reis mit Gemüsen und Huhn gegessen.
31.07.2016104,2km 6:17:46h 127bpm Latacunga-Riobamba Heute ging es schon um 8Uhr aufs Rad. Die ersten 35km waren entspannt. Danach begann ein Anstieg über 43km. Es schwankte immer zwischen 7-11% Steigung. Bis zum Mittag lief es ganz gut. Danach hatte ganz schöne Probleme und quälte mich 25km bergauf. Oben angekommen rauschten wir dann die letzten 25 Kilometer bis nach Riobamba. Die Stadt ist wesentlich ruhiger als Latacunga. Sie hat auch einen Bahnhof neben dem wir einquartiert sind. Wir fahren die nächsten Tage entlang der Touristenbahn und ich hoffe den Zug mal zu sehen.
30.7.2016 97,9km 5:32:24h 135bpm Quito-LatacungaSamstag morgen im Hotel zu Quito ging es hektisch her. Zuerstmal wurde gefrühstückt und dann kamen alle Teilnehmer mit ihren Sachen (Taschen, Zelte, Reparturkoffer etc) zum Ausgang wo schon die zwei Feuerwehrautos bereit standen zum beladen. Es wurde eine Kette gebildet und alles war ratz fatz verladen und pünktlich um 9Uhr viel der Startschuss. Es ging erstmal wieder durch die Stadt, diesmal Richtung Süden. Nach gut 6 Kilometern waren wir dann auf der PanAmerika juhu. Diese Dreispurige Straße war selbst Samstags sehr voll mit LKWs, Bussen und Autos. Aber egal wir haben uns ohne größere Probleme auf dem Standstreifen fortbewegt. Der erste Berg war dann auch schon nach knapp 20km erreicht und wir brausten schnell wieder runter, um dann wieder uns von „unten“(2700m) auf 3400m über 25km zu rackern. Auf halber Strecke wartet das Lunchfeuerwehrauto auf uns und wir stärkten uns mit Brötchen, Obst und Gemüse. Am Gipfel angekommen konnten wir leider nicht den Cotopaxi sehen. Dafür begrüßte mich aber ein Hund der ärger machen wollte. Kurz entschloßen hielt ich an und stellte das Fahrrad zwischen dem Hund und mir. Nach ca 2min Kommunikation auf Deutsch, hat er die Lust verloren und ich konnte weiter fahren. Dann ging es auch recht fix nach Latacunga. Hier wurden wir von regen treiben überrumpelt. Überall Leute, Autos, Musik. Einfach nur hektisch. Nach der Dusche schlenderte ich nochmal durchs rege treiben. Ich ging unter anderen in einem großen Markt wo riesige Mengen Fleisch und Fisch verkauft wurden. Ich sage mal dass mit Quito besser gefallen hat.
29.07.2016 56,3km 3:04:30h 132bpm
Quito-Mitas del Mundo-Quito
Heute ging es los. Die Tour de Los Andes 2016 startet um 9Uhr. Die Fahrt zum Mitad del Mundo ging quer durch Quito mit allen Teilnehmern. Es ging fast nur Bergab. Am Mitad del Mundo angekommen haben wir uns ein wenig umgeschaut und zu Mittag gegessen. Zurück zu ging es fast die gleiche Strecke, bloß immer schön Berg auf. Morgen verlassen wir Quito. Die 44km lange und 7km breite Stadt, hat mir gut gefallen.
28.07.2016Heute sind Paul und ich nochmals spazieren gegangen, bevor es 16Uhr die Einführ gab.
27.07.2016 Heute ging es mal wieder auf das Rad. Bin mit Roger und Paul durch die Stadt geradelt zur Gondel. Diese hat uns von 3000m auf 4000m Höhe gebracht. Dort angekommen, haben wir erstmal die Fahrräder abgestellt, um zu Fuß den Gipfel des Rucu Pichincha (4696m) zu erklimmen. Dafür haben Paul und ich 5h gebraucht. War sehr anstrengend für beide von uns. Haben aber auf halber Strecke des Aufstiegs, ein sehr nettes französisches Pärchen getroffen, die Paul mit französischer Sprache und mich mit Chips und Keksen überzeugten sie bis zum Gipfel zu folgen. Beim Abstieg kam dann noch Regen zur kälter dazu. Aber wir sind wieder gut zurückgekommen und sind stolz den ersten Berg erklommen zu haben. Die Abfahrt mit dem Rad war sehr schön. Ohne treten, einfach 15km rollen lassen und acht auf Steine und Hunde geben.
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25-26.07.2016
War an beiden Tagen beim spanisch Kurs und am Nachmittag habe ich im Zimmer nochmal den Stoff durchgenommen.
24.07.2016 Gegen sieben aufgestanden und mit Paul und dem Amerikaner gefrühstückt. Haben das erste mal zwei Brötchen bekommen, dank Paul, ich habe mich gestern nicht getraut zu fragen. Danach habe ich mit Paul sein Rad zusammen gebaut. Gegen 11uhr sind wir mit dem Rad durch die Stadt gefahren. War sehr gut, da sie in der Stadt eine 25km Strecke komplett abgesperrt haben für die Radfahrer. Highlights waren die Besichtigung des Fußballstadium S.D. Aucat, die Leute auf dem Rädernde und im Park zu beobachten, wie sie ihren Sonntag verbringen. Zum Abendbrot sind wir zum Ecuadoraner gegangen.Ich hatte eine Art Käse Kartoffel Suppe mit Avocados. War sehr lecker.
Die nächsten zwei Tage werde ich die Schulbank drücken und ein wenig spanisch lernen.
23.07.2016 Die Sonne begrüßte mich am morgen. hier wird es gegen 5:30-6:00 hell. Nach dem Frühstück bin ich in die Altstadt gelaufen und auf dem Turm der Basilika gestiegen. Der Aufstieg war sehr steil und selbst ich der eigentlich schwindelfrei und keine Höhenangst hat , hat lieber zweimal geschaut wo er hintritt. Auf dem Turm hat man einen der besten Aussichten über die Stadt. Dannach bin ich noch ein wenig durch die Altstadt gewandert, welche sehr gepflegt ist und viele historische Gebäude hat. Als ich gegen vier Uhr von meiner Tour zurück kam, reisten gerade zwei neue Teilnehmer an. Wir haben uns verabredet und sind gegen 6 Uhr mit 7 Leuten zum Syrer essen gegangen.
22.07.2016
Bin gegen 14:10 Uhr quitoischer Zeit in Quito gelandet. Nach 12 Stunden im Flugzeug und einer Gesamtreisezeit von 20h Tür zu Tür. Danke an Sebastian und Wiese für den tollen Service zu Flughafen.
Alles ist heil angekommen und wartet auf eine kleine Ausfahrt.
übersicht

the andes trail 2016 11.000 kilometer, 108 tagesetappen, fünf länder, eine ziemlich stattliche menge an höhenmetern (110.000, um genau zu sein, oder anders gesagt: zwölfmal den mount everest hoch – und zwar von meereshöhe) – das sind in etwa die eckdaten von the andes trail 2016. unterwegs warten eine menge mehr oder weniger steile anstiege, historische städte wie cuzco, naturwunder wie die salzwüste sowie jede menge schweiß, ärger und stolz. hier der zeitplan

ecuador 
29. juli: quito
5. august: cuenca
8. august: loja
peru
16.-17. august: huanchaco
22. august: huaraz
27. august: huanuco
1. september: tarma
5. september: ayacucho
9. september: andahuayles
14.-16. september:cuzco
bolivien
21. september: copacabana
24.-25. september: la paz
3. oktober: uyuni
6. oktober: tupiza
argentinien
11.-12. oktober: salta
19. oktober: chilecito
26.-27. oktober: mendoza
3. november: chos malal
10. november:bariloche
chile/argentinien
18. november: coyhaique (c)
28. november: el calafate (a)
2. dezember: torres del paine (c)
6. dezember: puntas arenas (c)
13. dezember: ushuaia (a)

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